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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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BRIEF AN DEN BISCHOF

Hochwürdigster Herr!

Hamburg , den 10. Nov. 1943

Es ist mir eine große Freude, in meiner letzten Stunde Ihnen noch einige Zeilen schreiben zu können. Von ganzem Herzen danke ich Ihnen zu­nächst für das größte Geschenk, das Sie mir als Nachfolger der Apostel gegeben haben, als Sie mir die Hände auflegten und mich zum Priester Gottes weihten. Haben Sie Dank für dieses große, heilige Geschenk!

Dann gilt aber auch mein Dank für Ihr treues Gebet und Ihre treue Hilfe während meiner fast eineinhalb­jährigen Gefangenschaft. Hoffentlich kann ich es Ihnen von oben reichlich vergelten. Vergessen Sie mich bitte nicht beim heiligen Opfer. Knapp zwei Jahre durfte ich als Priester Ihrer Diözese helfen am Aufbau des Reiches Gottes. Und wenn ich an Gottes Thron stehen darf, dann werde ich auch dort helfen am Aufbau des Reiches Gottes in unserem lieben Vaterland und besonders in Ihrer Diözese. Und nun, Hochwürdigster Herr, leben Sie wohl. Grüßen Sie bitte besonders noch Herrn Regens Keller und Herrn Dompastor Gartmann sowie Herrn Ellermann von mir.

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Und nun wollen wir den der menschlichen Natur nach schweren Weg gehen, der uns hinführen soll zu Ihm, dem wir als Priester gedient haben. Noch einmal herzlichen Dank für alles.

In der Liebe Christi grüßt Sie, Hochwürdigster Herr, von ganzem Herzen Ihr Priester Eduard Müller .

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