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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
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nicht zu schildern. Der Bischof weinte, der Vikar

weinte.

Der Bischof wohl, weil er so väterlich und brüderlich fühlte und empfand. Der Vikar, weil sein kindliches Herz dem Bischof, seinem Vater und Bruder, entgegenschlug.

Meine lieben Mitbrüder!

Was somit Vikar Lange uns vorgelebt und hinter­lassen hat, soll auch in uns lebendig bleiben, unter uns und in uns. Das geloben wir in dieser heiligen Stunde zu Füßen der sterblichen Überreste des Toten. Möge er durch seine Fürbitte den Segen Gottes dazu erflehen! Dann kann in Zukunft kommen was will, keine Macht der Welt und Hölle wird uns, ebensowenig wie den Toten, aus der priesterlichen Gemeinschaft herausreißen können. Und das ist unser aller Sieg!

Christliche Zuhörer!

Und nun wende ich mich an Euch, die Ihr uns Priestern von Christus anvertraut seid. Es liegt für Euch so nahe, zu meinen, wir würden und könnten uns Eurer nicht mehr so annehmen, wie es sein muß, wenn wir Priester so zueinander halten und füreinander sorgen. Aber dem ist nicht

SO.

Vielmehr wächst aus der priesterlichen Ein­heit, aus unserer gegenseitigen Liebe und Opfer­bereitschaft die wahre Sorge und Liebe Euch gegenüber hervor. Christus betete daher auch im Abendmahlssaale zunächst für die Jünger, seine von ihm geweihten Priester: ,,... Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben

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