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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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man hier still lag Gerade beginnen die Glocken der in der Nähe ge­

daß jeder Ein­wenn das auch st die Luft voller

e Sonne aus un geschwärzt von starken Aschen­einmal wie ein

Alles Irdische ist Wir können es nschen sich ver­Hügel, bedecket .. Ich schreibe kommenden Ma­kgeschütze!"..

er letzten Jahre einander näher ensgemeinschaft, die gemeinsame gelischen Geist­

den 14. August 1943 elischen Pfarrer Gespräche und die Tage, die ja doch wieder so

Lange, daß er gen Messe teil­

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legenen Kirche zu läuten O, wie schön ist das! Und morgen dürfen wir drei an der heiligen Messe teilnehmen, die unser lieber und so treu sorgender Pfarrer B. in der Anstaltskirche zele­briert. Da sind dann nur wir vier und der Hei­land! Was meint Ihr, was das für ein Erlebnis wird!"

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Die irdische Vaterliebe ist ihm ein Gleichnis der himmlischen:

,, Wie froh und geborgen war ich früher, wenn ich meine kleinen Patschhändchen in Vaters ,, Pranken" legen konnte das ist nur ein kleiner Vergleich! Wir sind immer, so oder so, geborgen in den Hän­den des gütigen Vatergottes, warum sollen wir denn sorgen! Er meint es besser mit uns als wir selbst."

Hamburg , den 17. Oktober 1943 ,, Des Vaters Segen baut den Kindern Häuser..." Wie froh hat mich doch der Segen gemacht, lieber Vater, den Du mir am Schlusse Deines Besuches gespendet hast! Das ist ein mir einfach unvergeẞ­licher Beschluß jenes so schönen Zusammenseins gewesen, ebenso unvergeßlich wie der Abend meines Primiztages, da sich Deine Hände mir seg­nend aufs Haupt legten!"

Kurz bevor er zum Blutgerüst geführt wurde, schrieb er, nicht ohne eine humorvolle Bemerkung bezüglich des Apfels, den er noch gegessen und der Beinwunde, die nun bald geheilt sei:

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