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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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um andere abgelenkt, während man hier still lag und die Phantasie sich einbildete, daß jeder Ein­schlag in nächster Nähe geschähe, wenn das auch gar nicht der Fall war, Noch ist die Luft voller Qualm und rötlich schimmert die Sonne aus un­endlichen Fernen. Die Häuser sind geschwärzt von Rauch und der Boden mit einer starken Aschen­schicht bedeckt. Das war wieder einmal wie ein Vorspiel des letzten Gerichtes. Alles Irdische ist nur ein Gleichnis!" sagt Goethe. Wir können es wohl verstehen, daß dann die Menschen sich ver­kriechen und ängstlich rufen. ,, Ihr Hügel, bedecket uns, ihr Berge, fallet über uns!"... Ich schreibe unter der Begleitmusik der vorbeikommenden Ma­schinen und dem Donnern der Flakgeschütze!"...

Das gemeinsam ertragene Leid der letzten Jahre hat die beiden christlichen Kirchen einander näher gebracht. Ein Symbol dieser Leidensgemeinschaft, aber auch der Annäherung, ist die gemeinsame Haft des katholischen und evangelischen Geist­lichen:

Hamburg , den 14. August 1943 ,, Ich liege jetzt hier mit dem evangelischen Pfarrer Stellbrink zusammen. Anregende Gespräche und gemeinsames Tun verkürzen uns die Tage, die ja so langsam dahinschleichen und doch wieder so schnell entschwinden"....

Ein großer Trost war es für Vikar Lange, daß er in Hamburg wieder an der heiligen Messe teil­nehmen durfte:

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