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formen zu helfen. Vom März 1943 ab nimmt er auf illegalem Wege( er steht dauernd unter Postverbot) die Verbindung mit der Außenwelt auf, und zwar in beispiellosem Umfang, die er festhält bis zum Ende.
Daneben geht eine umfassende schriftliche und schriftstellerische Tätigkeit einher. Die Vorträge für die Gesamtheit der deutschen Priester bricht er ab und sucht durch unmittelbare Beeinflussung kleiner Kreise indirekt die Gesamtheit zu erfassen. Er bleibt im Hintergrunde, arbeitet aber von dort aus um so intensiver unter schwierigsten Umständen in und mit kleinen Elitekreisen. Die Ueberwachungsstelle Berlin ( wohl das Reichs- SicherheitsHauptamt) läßt ihn wissen, daß man seine Beziehungen zu kom munistischen und sozialistischen Lagerinsassen als auffallend beurteile, ihn für etwaige aufrührerische Lagerparolen verantwortlich machen werde und ihn im Verdacht habe, ausländische Sender zu bedienen. Vom April 1944 ab hält er keine Abendvorträge mehr, konzentriert alle Kraft auf Erweiterung und Mobilisierung geistig und religiös besonders interessierter Kreise und verlegt den Schauplatz seiner Wirksamkeit unauffällig in der Freizeit auf Appellplatz und Lagerstraße. So betreut er an 120 Personen aller Nationen, die wiederum von sich aus auf andere wirken.
Im Oktober 1944 beginnt er Vortragszyklen für polnische Priester auf deren Block, erst jeden Sonntag, dann dreimal in der Woche, bis die wachsende Seuchenwelle die Ansammlung unmöglich macht. Die Arbeit unter den Laien aller Parteischattierungen nimmt ihren Fortgang. Sie mußte in dem Maße in die Breite hin wirksamer werden, als Pater Kentenich von Anfang an die ihm besonders reichlich zugehenden Mengen an Lebensmitteln, Kräftigungsmitteln und Medikamenten aus einer grundsätzlichen Haltung heraus restlos für Notleidende zur Verfügung stellte.2) Da seine Verbindungen im Lager
2) Die Dachauer Geistlichen aller Bekenntnisse haben persönlich und gemeinsam in Form von Sammlungen viel an das
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