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kommt als Verwaltungsmann in einer Vertrauensstellung bei der Autobahn unter. Alles scheint sich zum Guten zu wenden. Da bricht 1939 der Krieg aus, und die Gestapo zieht die geheime Liste der Bestraften und Verdächtigen aus der Tasche. Koch kommt ins KZ Sachsenhausen. Dort ist die SS in Schwung. KnieTreten. Er ist Zeuge, wie beuge Sachsengruß Schlagen der von internationalen Kongressen weithin bekannte rheinische Föderalist und Idealist Professor Schmittmann, Köln , herzleidend, bei der Uebung zusammenbricht und von einem SS- Mann mit dem Stiefelabsatz bearbeitet wird, bis er Blut bricht. Der Tote, angeblich an Herzschlag gestorben, wird der Gattin drei Tage später zur Beerdigung freigegeben.
Von Sachsenhausen geht's nach Dachau . Hier wird Jakob Koch Capo der ,, Lagereinräumung" und als solcher Zuflucht für alle, die der Schonung bedürfen und kein Kommando finden können Bei ihm sehen wir auch den rheinischen Separatisten Matthes. Schon kränkelnd und an Verfolgungswahn leidend, stirbt er im Sommer 1944 an Krankheit. Es ist nicht richtig, daß er den Gewalttod erlitten hat. Jakob selber aber, unter der unerträglichen Verantwortung der nicht durch seine Schuld heraufziehenden Seuche des Fleckfiebers schwer bedrückt, wird vom Fieber aufgezehrt, ein Opfer hingebungsvoller Arbeit im Dienste der Kameraden. Als er in dem trostlosen Schuppen lag, tot und fast unkenntlich, haben viele, zumal unsere Priester, in dankbarem Gebet Abschied genommen von diesem trefflichen Mann.
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