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Die handwerklich und industrietechnisch Ausgebildeten waren bei dieser Sachlage natürlich im Vorteil. Sie waren gesucht. Von der Arbeit aus gesehen, setzte sich im Lager ihr berufliches Leben ganz einfach fort. Nicht aussichtslos war die Sache für jeden, der etwas praktische Veranlagung, Geschicklichkeit, Wendigkeit und Lebensklugheit mitbrachte. Dem einfachen Arbeitsmann aller Völker waren solche Gaben eigen. Sein hartes Dasein erforderte sie. Anders, ganz anders die Lage der geistigen, der gelehrten Berufe, der Intellektuellen.
Was sollten hier: Journalisten, Rechtsanwälte, Richter und Notare, Männer der Verwaltung und der Regierung, Lehrer, Professoren, Generäle, Schriftsteller, Künstler der Musik und der Malerei, Geistliche? Die Gestapo holte sie aus allen Teilen Europas . Planmäßig fing man sie ein, transportierte sie in Lager, um die Bevölkerung jedweder Führung zu berauben. So in Polen und in der Tschechoslovakei, in Jugoslavien und auch in Frankreich . In der Lagerkartei stand als Grund der Verhaftung bei vielen polnischen Geistlichen: ,, polnische Intelligenz".") Vollzählig erschienen im Spätherbst 1944 im Dachauer Lager die Mitglieder der Direktionen der Eisenbahnen, der Post, der Volksschulen und der höheren Schulen, der Universität und aller Verwaltungsinstanzen von Laibach. Was wollte man mit ihnen allen in diesem Lager fast ausschließlich manueller Betätigung?
Die Not der Intellektuellen begann mit dem ersten Tag. Für die Beschäftigung der mit Ende 1941 im Lager zu Dachau zusammengezogenen Geistlichen der verschiedensten Länder führte die SS - Lagerführung einen hartnäckigen Kampf gegen die von kirchlichen Stellen in Berlin erreichten Zugeständnisse. Danach scllten die Geistlichen erst keine körperliche Arbeit zu verrichten
1) Hitler hat vor Beginn des polnischen Feldzuges die Armeekommandanten wissen lassen, daß die SS in Polen die oberen Gesellschaftsklassen, insbesondere Geistliche, vernichten würde; die Generäle sollten geschehen lassen.
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