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deutungsvoll: ,, Wollt Ihr wissen, wie es war. Es ist uns unter Todesstrafe verboten, indes, die Frage ist lediglich die: was können Eure Nerven ertragen." Er erzählte und wir glaubten dar aus unter anderem entnehmen zu können, daß das Leben in einer Familienhaftes an sich habe KZ- Baracke so etwas
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An diese Vorstellung, die natürlich falsch war und auf einem groben Miẞverständnis beruhte, mußte ich denken, als ich an jenem 23. Juli 1941 ahnungsschwer vom Internierungslager Wülzburg zur Gestapo Nürnberg ,, überstellt" war. Der korpulente Ge stapo - Mann im Nürnberger Polizeipräsidium musterte unzufrieden Was wollen Sie die Koffer des französischen Zivilinternierten:
mit den Sachen? Da, wo Sie hinkommen, können Sie nichts davon brauchen."- ,, Wo komm ich denn hin?"- ,, Nach Dachau ."
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Also.
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Zuvor lagen wir noch zwei Tage im Gestapogefängnis auf Brettern, zu sechs Mann, wovon der eine verdächtig neugierig herumfragte, als ob er einen Auftrag dazu gehabt hätte. Ein Beamter der Stadt Nürnberg mit Namen Friedrich wurde in der Nacht hereingeschoben. Er hatte, wie er mir erzählte, eine kritische Bemerkung gemacht, als man die Kruzifixe aus den Schulen nahm. Er war ein vom Glauben tief ergriffener Mann, voll Mut und Würde. Wir verstanden uns gleich und haben uns, aller Dinge gewärtig, in aller Stille darauf vorbereitet. Er kam nicht nach Dachau .
Die Polizei hatte uns kaum aus dem Gefangenenwagen der Reichsbahn den SS - Leuten übergeben, da stürzte es schon über uns herein: ,, Auf geht's, los, los!". Und wir waren buchstäblich in den bereitgestellten Lastwagen hinein getreten. Wir wuẞten nicht, wie uns geschah, und schon hatten wir das SS - Lager mit den Kasernen, den Waffen- und Waren- Depots durchfahren und landeten. ,, Alles raus!" Wir standen vor der politischen Abteilung, der Gestapo des Lagers, noch außerhalb des eigentlichen Schutzhaftlagers. Damals konnten wir nicht ahnen, welch giftige Eifersüchteleien und reißenden Gegensätze zwischen dieser poli
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