V.

Ach, keine Brücke ist von Mann zu Mann. Ich, der sechs Jahre keine Frau umarmt, des Blicke zwischen Stacheldraht und Abgrund in meines Herzens

sinnlosem Verließ umhergeirrt,

niemals mehr hoffend, einen Leib an mich zu pressen, ich, der vom Leichensaft der tödlichen Verwüstung noch immer stinke, ach,

wie sollte ich, frühlingshafter betörender Knabe, Dir nahn?

Wie sollte ich im Schaudern dieser Tage

ein Wort erfinden, daß die Pforte Deiner Menschlichkeit ohne Dein Inneres zu erschrecken?

Wie sag ich's leise Dir, daß ich nichts will,

[ aufschließt,

als aus der Mitte glühen, weiter glühen, glühen? Wie, Freund, der Du

von Menschheit und von Kampf nichts wußtest, hierher verirrt bist, wildes Ahornblatt,

das irgendein sinnloser Wind herabgeweht- Wie soll ich die Berauschtheit meiner Seele Dir sagen, und ohne Dir zu schaden?

Ach, das ist's, was an meinem Wunsch

ich doppelt liebe, daß er hoffnungslos verlaufen

und unverständlich ist für Dich.

-

Denn aller Taumel der Seele wächst mit der Ausweg­ganz wie das Wunder wächst,

[ losigkeit,

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