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Wie kann es sein, daß ich nach solcher Not Dich sehen darf; wie, daß Du noch

dies stille, ungebrochne Lächeln,

wenn Du allein bist, trägst?

Das von der Süße einer Hoffnung spricht, die einer heilen Menschheit gilt?

Wie kann es sein, dies Wunder, daß ich Dich weit ab, in Deiner Unschuld sichrer Ferne

belauschen darf, ich, einer von den Diamanten, die, von der Sonne Kuß im Morgen angeglüht, 4 nun miterschauern von dem Glanze Deines Innern? j

Oh Sonne über einem Leichenfeld, ich möchte mich Dir nahn,

allein mir fehlen alle Worte. Zerfetzt sind sie, wie Hamburgs Kathedralen. Im Schutt der ausgebombten Keller liegen sie, die wunschbeseelten Worte, die ich liebte,

die Hoffnungen, zerfetzt in Nacht und Grauen.

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