DER SPAZIERGANG
Sie trieben uns an mit Schimpf und Schlagen, als wir hinter der Lore gingen.
Dieses Leben war nicht mehr schön.
Es konnte uns kein Schritt gelingen,
es schien, als könnten wir’s nicht bestehn....
Der Stock war immer hinter uns her.
Ach, dieses Dasein war nicht zu ertragen,
ganz ohne Lust und freudeleer.
Doch nun ist der Sonntag gekommen.
Auf den Beeten glühn Astern im lauen Wind. Nun wir zu zweien auf nassen Wegen
um das Lager gewandert sind,
von der Lust des Gesprächs benommen,
fühl ich mich wieder als Menschenkind.
Ach, daß der Mensch doch weiter lebt und weiter wächst und weiter unbewußt wie Asternblüten sehnend sich erhebt: Nach Wind, nach Licht, nach Lust....!


