Jahrgang 
1894
Seite
453
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Nr. 46. Deutsche Photographen-Zeitung 1894.

I. Die Technik der Malerei, Malgrund und Malstoff, Zeichnung, Perspective und deren Arten, Licht und Schatten, Schein der stereometrischen Rundung, Arten der Modellirung, die Farbe und deren Technik, Farbenharmonie, Colorit, Verhältniss von Linie und Farbe und die bezüglichen Haupt-

richtungen in der Malerei, das Malerische, die Werke der Malerei nach Inhalt und Auffassung, die Werke der Malerei nach der technischen Aus- führung.

II. Geschichte der vornehmsten Malerschulen vom XIV. Jahrhundert nach Chr. bis zum Auftreten des Romanticismus.

IHI. Die vervielfältigenden graphischen Künste, das Verhältniss derselben zur Kunst im eigentlichen Sinne, die Stellung des reproducirenden Künstlers zum Originale, Arten der Graphik, Technik und Geschichte des Metall- und Holzschnittes und des Kupferstiches in den Hauptentwicklungsepochen, den Stahlstich, den Steindruck, die Photographie und Phototypie, ihr Verhältniss zu den vorgenannten Techniken, ihre kulturhistorische und sociale Bedeutung.

Mit diesen Vorträgen sind vier Excursionen in bezügliche Sammlungen verbunden.

Die Anmeldungen zu diesem Curse werden von der unterzeichneten Direction entgegengenommen. Die Theilnehmer an diesem Cursus haben eine Einschreibgebühr von einem Gulden zu entrichten. Der Schluss der Schüler- aufnahme erfolgt nach der Eröffnung des Curses.

Die Direction der k. k. Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproductionsverfahren in Wien. Dr. J. M. Eder, k. k. Regierungsrath.

Sprechsaal.

Unter dieser Rubrik stellen wir unsere Spalten Jedermann soweit möglich zur Meinungsäusserung frei, dem nicht anonymen Einsender die Vertretung selbst überlassend.

Ueber Vorkommnisse bei Lieferung von Trockenplatten.

Zur Zeit der Herrschaft der nassen Platte lag das Gelingen oder das Misslingen einer Aufnahme in der Hand des betreffenden Operateurs. Verstand derselbe es, seine Chemikalien in Ordnung zu halten, batte er neben der sonst nöthigen technischen und manuellen Fertigkeit das gewisse Fluidum in sich, welches nun einmal zur Herstellung einer künstlerischen Photographie gehört, so war er seines Erfolges sicher...

Heutzutage liegt die Sache anders. Der Photograpb ist in Bezug auf die Platte in die Hände der Fabrikanten gegeben und da kommt es denn gar häufig vor, dass die Platten nicht so sind, wie sie sein sollen. Entweder arbeitet die Emulsion hart oder sie ist schleierig, etwaiger anderer Untugenden nicht zu gedenken; die Platten haben Fehlstellen und Löcher, welche beim Giessen entstanden sind, u. s. f.

Wenn es nun auch Gebrauch ist, dass die Emulsion vor dem Hinaussenden in die Welt vom Fabrikanten probirt und von ihm allemal für brillant erklärt wird, so fehlt ihm doch in den meisten Fällen die photographische Erfabrung. Ja es stehen sehr häufig die Ansichten der Fachphotographen jenjenisen der Fabrikanten diametral gegenüber. Sind Letztere nun auf das Wohl und Wehe ihrer Fabrikate bedacht, so werden sie gewiss in ihrem eigenen interasse nicht zögern, berechtigte Forderungen des erfahrenen und vernünftigen Was mannes anzuerkennen und Ersatz für etwa fehlerhafte Platten schaffen. Dieser übliche Ersatz besteht im Grossen und Ganzen in der Zurücknahme der als schlecht befundenen Platten in Umtausch gegen neue, tadellose Waare. Jd

Im Interesse der Fabrikanten wollen wir annehmen, dass die hier und da bestehenden leisen Meinungen: es gingen solche als mangelhaft bezeichneten und zurückgesandten Platten wieder in den Besitz anderer Besteller. 48 ver- probire alsdann Jeder ein paar Dutzend davon und schliesslich ſyrülon eis alle, irriger Natur sind, denn wir hoffen, dass bei unseren deutschen Fabrikan nochTre lauben vorherrscht..

Wleunnnd S Ersatz bei Lieferung feblerbafter Trockenplatten anbetrilt so ist dieser doch auf die erwähnte Art und Weise nur in der einen Hinsie