424 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 44.
und deren Stellvertreter die Herren: Fr. Langbein, Heidelberg, Alfred Naumann, Leipzig, C. Remde, Eisenach.
7) In den Ausschuss zur Verleihung von Fähigkeitsnachweisen für Photographengehilfen werden gleichfalls wiedergewählt die Herren: L. Belitski, Nordhausen, Carl Bellach, Leipzig, R. Ganz, Zürich, E. Rothe, Cassel, Fr. Müller, München, und als deren Stellvertreter die Herren: Gg. Brokesch, Baden-Baden, L. E. Gottheil, Königsberg i. Pr., Fr. Langbein, Heidelberg, H. Schüren, Antwerpen, Fr. v. Voigtländer, Braunschweig. Ebenso findet die Wahl für den Ausschuss zur
Verleihung von Diplomen und Medaillen für Photographengehilfen Es werden hierzu gewählt die Herren: Fr. Kloppmann, Wilhelmshaven, L. Koch, Bremen, Th. Matter, Mannheim, Karl Wunder, Hannover.
statt.
(Fortsetzung folgt.)
Ueberschauender Bericht über die Frankfurter Ausstellung,
nach dem am 25. August 1894 am Schlusse der Wanderversammlung in Frankfurt am Main gehaltenen Vortrage.*)
Von Bruno Meyer.
Indem ich wiederum an die gewissermaassen officielle Berichterstattung über unsere Ausstellung gehe, gestatte ich mir voraufzuschicken, dass es sieh nicht um individuelle Gutachten über die einzelnen Erscheinungen auf der Ausstellung handelt, wiewobl auch solche sich mehr noch der Form als dem Inhalte nach nicht ganz ausschliessen lassen werden. Es ist vielmehr die Ab-
sicht, durch die vergleichende Betrachtung— nichts als dies ist dasjenige, was map„Kritik“ nennt,— theils über die ausgestellten Gegenstände, theils
*) Der folgende Abdruck giebt noch weniger getreu als vor einem Jahre das vor der Wanderversammlung Gesprochene wieder. Der Grund ist ein doppelter. Ich hatte die Absicht gehabt, da es mir diesmal nicht möglich gewesen, wie im Vorjahre, schon am Montage am Orte einzutreffen und durch thätige Theilnahme an der Installirung der Ausstellung diese vorweg genauer kennen zu lernen, am Freitage den allgemeinen Ausflug nach Heidelberg nicht mitzu- machen, diesen Tag vielmehr dem Studium zu widmen. Dieses Vorhaben wurde aber dadurch vereitelt, dass ich in die Commission zur Prüfung der Congressangelegenheit gewählt wurde, deren Berathungen nicht anders als während des Ausfluges abgehalten werden konnten. Da- dem Vereine aber meines Erachtens lange nicht, vielleicht noch nie eine wichtigere Entscheidung obgelegen hatte, mussten alle anderen Rücksichten hinter den Anforderungen dieses Gegen- standes zurücktreten. Es war freilich nicht vorauszusehen, wie aufreibend diese erst gegen Mitternacht abgeschlossenen Verhandlungen sich gestalten würden. Thatsächlich fand ich mich in ungewöhnlichem Grade erschöpft der Aufgabe des„kritischen Berichtes“ gegenübergestellt, 80 dass es mir schwer gewesen wäre, auch ein besser vorbereitetes Material in einer allenfalls einwandsfrei zu nennenden Weise aus dem Stegreif— wie es ja doch nothwendig war— Zu bearbeiten. Dazu kam aber, dass die Eigenthümlichkeit der diesmaligen Ausstellung einer guten Vorbereitung hinderlich gewesen war. Die Vorbereitung des Berichtes beruht der Natur der Sache nach wesentlich auf der Theilnahme an den Arbeiten des Preisgerichtes. Es haben sich aber diesmal eine auffallend grosse Zahl der allerhervorragendsten Aussteller ausser Preisbe- werbung befunden, so dass ich diesen wichtigsten Theil des Materiales besonders einzuheimsen gezwungen war, wozu sich die nöthige Zeit genügend erst nach dem Schlusse der Wanderver- sammlung finden liess. Ich habe daher hier nur die äussere Form des Vortrages festgehalten, in Anordnung und Ausdrucksweise das Ganze aber so gestaltet, wie es auf Grund der inzwischen gewonnenen besseren Informationen aller Art— ohne grundsätzliche Abhängigkeit von dem in Frankfurt bereits Gegebenen— passend und möglich erschien. Die in Frankfurt gemachte Nachschrift ist dabei natürlich, so weit es anging, benutzt worden. B.
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