Jahrgang 
1894
Seite
375
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Nr. 39. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 375 der Bilder in einander haben müssen,

mehrfache Gestaltungen giebt,

Nur von einem Vorschlage zur Einrichtung doppelter Apparate will ich noch in Kürze Bericht geben. Man hat vorgeschlagen, zur Verminderung der Kostspieligkeit solcher Apparate sie so einzurichten, dass sie nur einer Licht- quelle bedürfen. Hierbei braucht von solchen Anordnungen gar nicht weiter die Rede zu sein, bei denen man darauf aus ist, die Lichtquelle abwechselnd in dem einen und in dem anderen Apparate zu benutzen. Ohne zu erörtern und darüber in's Reine zu kommen, ob das mit einiger Bequemlichkeit und Eleganz der Wirkung zu machen ist, lohnt eine solche Einrichtung in keinem Sinne der Mühe. Denn wenn man nicht soll die Bilder unmerklich in einander übergehen lassen können(alsdissolving views), braucht man überhaupt nicht zwei Apparate; und zu jenemEffecte muss man gleichzeitig in beiden Apparaten Beleuchtung haben. Man hat nun aber vorgeschlagen, dieselbe Lichtquelle mittels Spiegels oder Prismas beständig in beiden Apparaten wirken zu lassen; und es ist kein Zweifel, dass eine solche Anordnung möglich ist. Um nicht zu grosse Lichtverluste bei der Spiegelung zu erleiden, müssten die Spiegel selbstverständlich hochpolirte Metalispiegel, am besten platinirte Silberspiegel, sein. Zunächst kommen für solches Arrangement nur Licht- quellen in Betracht, die nach zwei entgegengesetzten Seiten gleichzeitig zu leuchten vermögen, was bei den meisten Sauerstoffflammen beispielsweise nicht zutrifft. Aber elektrisches und Auer-Licht, sowie die beiden Seiten einer Petroleum- lampe, wie sie für Projection üblich ist, würden dem Zwecke entsprechen; die letztere nicht als von einem Punkte aus nach beiden Seiten wirkendes Licht, sondern nach der Breite der Dochte von Punkten aus, die 5 6 cm von einander entfernt stehen. Es ist aber ferner nicht zu übersehen, dass die punktartige Lichtquelle so immer um 23 em weiter, als die Beleuchtungs- linsen Durchmesser haben, vom Condenser entfernt zu stehen kommt(die Flammen von einem gewissen Durchmesser also um die Hälfte desselben näher heran!), die Einrichtung mithin nur durchführbar ist, wenn ein so weiter Ab- stand gegeben ist, was im Allgemeinen nicht der Fall und im Interesse der Lichtintensität auch nicht gerade wünschenswerth ist. Man könnte dann zwar allenfalls durch Zwischenschaltung passender Zerstreuungslinsen die nothwendige Entfernung vom Condenser verlängern; dadurch würde aber die so wie 8o nicht übermässig sparsame Einrichtung noch grössere Kosten verursachen. Kostspieliger aber, als man im ersten Augeunblicke der Ueberraschung durch dengenialen Gedanken für möglich hält, ist die Geschichte. Gespart wird nichts als eine Lampe. Dafür werden zwei theure Spiegel oder Prismen ge- braucht, und auch die Einstellvorrichtungen fallen, was hier im Einzelnen wohl nicht nachgewiesen zu werden braucht, complicirter und folglich theurer aus. Die Sache hat also strengstens nur den Wertb einesSchönen Einfalles oder höflicher: lediglichtheoretischen Werth.

sogenannteDissolver, für die es

Ein Bestandtheil eines alten Albuminpapier-Silberbades

wurde mir kürzlich von einem Photographen im Auslande mit dem Bemerken zugeschickt, dass sich die belastenden körnigenKrystalle beim Abdampfen des genannten Bades bei einer gewissen Concentration am Boden des Gefässes und an der Oberfläche der Flüssigkeit ausgeschieden hätten. Die Krystalle waren erst weiss, färbten sich im Licht dunkel und wurden leider von dem ebersender erst nochgut mit Wasser abgewaschen, wobei sich Manches noch gelöst haben mag, da die Verbindung ja nicht ganz unlöslich im Wasser ist. In den alten negativen Kollodionsilberbädern entstanden krystallinische Ausscheidungen häufig, besonders das schwerlösliche essigsaure Silber und Jodsilbersalpeter oder auch nur Jodsilber. Beim positiven, d. h. Albumin- silberbad kommen derartige Ausscheidungen seltener vor, obgleich dasselbe durch fortgesetzten Gebrauch sehr mit fremden Bestandtheilen geschwängert wird, welche theils durch die doppelte chemische Zersetzung der Salze im apier, theils durch das selbst in starken Silberbädern nicht ganz unlösliche Ibumin und dessen Zersetzungsproducte entstehen. Letztere sind stets