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Deutsche Photographen-Zeitung 1894.
man, ohne das Objectiv aus seiner einmal hergestellten richtigen Beziehung zum Glasbilde. die ja auch bei verändertem Formate des Letzteren(falls das Objectiv nur überhaupt beibehalten werden darf) unverändert bleibt, bringen zu müssen, das Bild an eine andere Stelle des Lichtkegels schieben und zu dem Zwecke beliebig von dem Condenser entfernen kann. Demgemäss wird man vortheilbaft diesen gesammten vorderen Theil des Apparates, wie er sich nach allem Bisherigen gestaltet hat, für sich ausbilden und ihn dann dem gemeinsamen Laufboden des Apparates zwischen Schienen aufsetzen, So dass er mit Leichtigkeit darauf verschoben werden kann. Eine Bewegung mittels
Zahntriebes wird auch hier das Geeigneteste sein, um jede gewünschte Ein- stellung glatt, schnell und genau bewirken zu können. Dass der vordere Theil des Apparates und damit dieser überhaupt dadurch etwas complicirt wird, darf von solcher Ausbildung desselben nicht abhalten. Die Leistungsfähigkeit des ganzen Apparates wird dadurch eben auch enorm gesteigert, und man weiss ja aus dem Vorangehenden hinreichend, um wie wichtige Eigenschaften es sich hierbei handelt. Namentlich wenn die Erhaltung oder gar Steigerung der Liehtkrafi in Frage steht, sollte kaum ein Opfer als zu hoch angesehen werden.
Und in der That kann auf der Grundlage einer solchen Einrichtung noch eine gewaltige Ausnutzung des Lichtes ermöglicht werden. So weit, wie zuletzt berechnet, braucht die Lampe nämlich nicht vom Condenser abzustehen; man kann vielmehr die Brennweite des Condensers verkürzen, indem man dem- selben gegen die Lampe hin eine dritte Linse hinzufügt. Diese kann, da ja doch die Randstrahlen verloren gingen, etwas kleiner sein als der Condenser selbst, nehmen wir an: 143 mm Durchmesser bei 20 cm Brennweite.*) Die drei- linsige Combination hat nun 7,54! em Brennweite; und wenn auf der Bildseite Alles bleibt wie zuvor, so rückt die Lampe auf 9,9848 cm an den Condenser heran,— noch keine unbedingt gefährliche Nähe. Danach wird von dem gesammten Lichte mehr als iſi(genau 110,8556718) von dem Condenser aufgenommen, und hiervon, wie früher berechnet, mehr als die Hälfte für das Bild verwerthet: das ist etwas mehr als ⁄(genau 18,34427) des gesammten Lichtes, also ein ausserordentlich günstiges Verbältniss; wenn hierbei auch bisher die Licht- abschwächung durch die dritte Glaslinse vernachlässigt worden ist, die aber nur wenig an dem Ergebnisse zu ändern vermag. Dafür hat die angenommene
dreilinsige Combination auch weniger„sich todt laufende“ Randstrahlen, die
errechnete Lichtmenge kommt also vollständiger der Helligkeit des Wandbildes zu Gute.— Grössere Coudenser haben also dann einen grossen Vortheil, wenn an dem Apparate der Vordertheil mit dem Bildhalter verschiebbar ist,— unter der Voraussetzung, dass eine vortheilhaft zusammengestellte dreilinsige Combination als Condenser zur Anwendung kommt. Diese Berechnungen stimmen aber nur für Bilder des normalen Projections- formates. Für grössere behalten sie nur dann(annähernd) Giltigkeit, wenn
im Verhältnisse der Glasbilder-Abmessungen, d. h. ihrer grössten Ausdehnungen, auch die Brennweite des zur Verwendung kommenden Objectives zunimmt.
Das wäre an sich für Bilder von vollkommen ausgenutzten Aufnahmen auf Platte 9 12 cm, die also eine wirkliche Bildfläche von etwa 822 11 cm haben würden, bei dem vorher angenommenen Objective jedoch nicht erforderlich,
da dieses ohne Blende die Platte 92 12 em auszeichnet, also— mit dem
vorber gemachten Vorbehalte— auch vergrössert. Würde dies Objectiv nun
beibehalten(was ja bei Vorführung verschieden grosser Bilder durch einander
das unzweifelhaft Beste— kaum zu Umgehende— wäre), so müssten Bild und Objectiv denselben Abstand von einander bebalten, aber ersteres ganz dicht— d. h. bis auf ca. 1 cm— au den Copdenser berantreten. Dann kàme
die Lampe beim doppelten Condeuser wieder wie früher auf 30,29462 cm rück-
wärts zu stehen, beim dreifachen aber auf nur 12,712776 cm. Dabei werden
um ersteren Falle— nach Früherem— ca.%6, im letzteren etwas über 16
(genau 1015,576797) des Lichtes vom Condenser aufgefangen, während in beiden
) Dies ist also einer der Fälle, in denen verschieden grosse Beleuchtungslinsen mit gleichen Brennweiten zur Verfügung stehen. Wie erinnerlich, hat auch die Linse von 129 mm Durchmesser 0 cm Brennweite.


