Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 36.
Von den acht übrigen erhält den Preis: kgWeine eincopirten Wolken.(Willy Wilcke, Hamburg.) Von der neuen Bestimmung des Ausstellungs-Programmes, laut welcher hervorragende Leistungen auch unabhängig von den Ausschreibungen auf An- trag oder unter Zustimmung des Vorstandes prämiirt werden können, Gebrauch
machend bat das Preisgericht beantragt und die Zustimmung des Vorstandes
dazu erlangt, dass die silberne Vereinsmedaille verliehen wird dem
Kennspruche: Austria.(Carl v. Zamboni, Wien.) und die Bronzemedaille des Vereins dem Kennspruche: Zur Mai-Stiftung.(Lorenz Hanssen, Kappeln a. d. Schlei.) Die übrigen Kennsprüche und Bewerber sind: Leise schafft die Natur, Was wir verwundert betrachten.(Heinrich Axtmann, Plauen i. V.) Gelatine und Platin.(Heinrich Axtmann, Plauen i. V.) Die Sonne ist das Beste im Weltall.(Johannes Hofmann, Wyk.) Frisch gewagt ist halb gewonnen.(Ferdinand Bimpage, Hitzacker a. Elbe.) Ohne Arbeit kein Lohn.(Wilhelm Spillner, Hildesheim.) 7) Seib-Stiftung.— Ohne Bewerbaung geblieben. 8) Westendorp-& Wehner-Stiftung.— Eingegangen: Zehn Bewerbungen. Den ersten Preis bat erbalten: Nach fröhlicher Erkenntniss folge rasche That.(HNans Rupprecht, Bremen.) Den zweiten Preis hat erhalten: 1 Mehr Licht!(Robert Hahn, A. Ludwigs Nachf., Magdeburg.) Die übrigen Kennsprüche und Bewerber sind: Die That das beste Zeichen, ob Herr oder Knecht.(Weimer& Umbreit, Darmstadt.) Segen ist der Mühe Preis.(Ferdinand Brandt, Elberfeld.) Wer der Zeit dient, der dient ehrlich(Alfred Hirrlinger, Stuttgart.) Tagesarbeit.(W. Lau, Bregenz.) Jedem das Seine.(Otto Lorenz, Solingen.) Ich hab's gewagt.(Aug. Müller, Goslar.) Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.(Feodor Urban, Bernburg.) Schwer ist die Kunst.(Wilhelm Spillner, Hildesheim.) II. Gruppe. Allgemeine Vereins-Ausschreibungen. a) Ständige: 9) Für ein neues Schnellcopirverfahren.— Es ist eine Bewerbung von Ottomar Dambacher, Karlsruhe, eingelaufen. Die Zuerkennung eines Preises bleibt hier vorbehalten, bis das Ergebniss der nach den Bestimmungen eingeleiteten Prüfung vorliegt. b) Einmalige: Abtheilung A(für rein photographische Arbeiten).
10) Für die besten Leistungen im Portraitfache.
Bronzene Medaillen:
F. Langbein& Co., Heidelberg. Portraits verschiedener Grösse. Be- wusste Individualisirung, einwandfreie Technik, geschmackvolle Aufmachung.
G. Tillmann-Matter, Mannheim. Portraits, zum Theil Vergrösserungen; ein Gruppenbild. Das gute Arrangement des letzteren und die flotte Auf- fassung und Durchfübrung zweier Officierbilder haben Mühe, der forcirten An- ordnung eines weiblichen Costümbildes und der fehlerbaften Retouche mebrerer Vergrösserungen die Wage zu halten.
Ferdinand Urbahns, Kiel. Portraits verschiedener Grösse. Eiufach geschmackvolle Anordnung und effectvolle Beleuchtung.
Diplome:
Julius Rogall, Lübeck. Portraits und Vergrösserung. Sprechende Be- wegung und zierliche Vignettirung der jungen Dame mit Schirm in beiden Händen; lebhafter Ausdruck, anmuthige Haltung.
Willy Selke, Karlsruhe. Figürliche Composition„Milde Gabe“. Ge- schickt arrangirt, trotz noch nicht überwundener Befangenheit..
Hans Rupprecht, Bremen. Mittelgrosse Brustbilder; Damengruppe in Halbfiguren. Letztere höchst geschickt angeordnet und fein vignettirt: erstere allzu„schön“ gemacht.
Urban Zattler, Landshut. Cabinets und Vergrösserungen. Letztere mässig; erstere zum Theil sehr gut; besonders hervorstechend einige genrehaft gehaltene.
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