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Nr. 34. DVeutsche Photographen-Zeitung 1894. 331
hindert durchgehen können, und für genügende Schärfe der W is i die Eeken hinein ist lediglich durch die Göte oder Grösse Annilder,bishin jectives zu sorgen. Ist dies geringwerthig, so ist zu scharfen und klaren Bildern auf keinem Wege mehr zu gelangen. Es kommen mithin für Projee- tionszwecke nur solche Objective in Betracht, deren grösste(Blenden-) Oeffnung wenig hinter der freien Linsenöffnung zurückbleibt. Dadurch sind alle eigent- lichen Weitwinkel- und alle einfachen Landschafts-Objective— welche letzteren
vor wenigen Jahren von sehr vertrauenswürdig erscheinender Seite lebhaft für
Projection empfohlen wurden— unbedingt ausgeschlossen; aber nicht etwa durch ihre mangelnde Lichtstärke. Die„Lichtstärke“ der Objective ist gar
keine hier überhaupt zur Geltung kommende Kategorie, wie ich deswegen auch
den Ausdruck vorher, wo er wohl erwartet, oder das Nämliche unter dem dort gebrauchten Ausdrucke verstanden sein mag, mit gutem Vorbedacht vermieden habe. Bei der photographischen Aufnahme ist es sebr wesentlich für die Helligkeit des Mattscheibenbildes, und somit für die Expositionsdauer, ob das
Objectiv„lichtstark“ ist, d. h. ein günstiges Verhältniss der Oeffnung zur Brenn-
weite hat, oder nicht; denn hier ist es davon abhängig, wie viel Licht aus der Aussenwelt überhaupt in die photographische Camera obscura gelangt. Bei der brojection kommt es auf diese Eigenschaft des Objectives so gut wie gar nicht an; nämlich ganz und gar nicht, so weit es sich um das vorzugsweise wichtige „gestrählte“ Bild handelt; denn das Licht, welches diesem zum Träger dient stellt ein abgeschlossenes, bezw. zugemessenes Quantum dar, welches dem Ob- jective, ob es an sich lichtstark ist oder nicht, zugeführt und von ihm ebenso weiter befördert wird,— ganz analog dem Verhältnisse, welches früher mit kRücksicht auf die Frage der Bildschwächung durch Projection auf weite Ent- fernung zur Erörterung stand. Nur für das daneben entstehende Abbild des selbstleuchtenden Glasbildes kommt allerdings die Lichtstärke des Objectives in Betracht, aber bei der Nebensächlichkeit desselben überbaupt und der ge- ringen Entfernung zwischen Glasbild und Objectiv in allen Fällen mit ganz untergeordneter, ohne erheblichen Fehler zu vernachlässigender Bedeutung.
(Fortsetzung folgt.)
Durch eine dänische Zeitung erfahren wir die Nachricht von dem Tode
unseres eifrigen Vereinsmitgliedes Herrn Hofphotograph L. Szakinsky in Christiania. Der Verstorbene, mit dem wir noch vor Kurzem in Briefwechsel standen, hatte im Mai und Juni dieses Jahres eine grössere Reise durch Deutsch- land gemacht, um sich die verschiedenen grösseren Ateliers hier anzuseben. Nach Rückkehr in seine Heimath wurde er von einer Krankheit befallen, die anscheinend im Weichen war, aber dennoch sein Hinscheiden hervorgerufen hat. Wir verlieren in ihm ein treues Mitglied und werden ihm ein gutes Andenken hewahren. Sanft ruhe seine Asche! As
Unser Mitglied Herr Th. Nachtwey in Crimmitschau
erhielt auf der Freiberger Gewerbe- und Industrie-Ausstellung für seine aus- gestellten Photogramme eine silberne Medaille.
Patent-Liste. Für die Deutsche Photographen-Zeitung zusammengestellt von Alfred Joseph, Patent- und technisches Bureau, Hamburg, Gerhofstrasse 9. (Nähere Auskunft wird auf Wunsch ertheilt.) —2) Anmeldungen. Der Gegenstand der Anmeldung ist einstweilen gegen un- befugte Benutzung geschützt. Alois Delug in München: Objectiv-Verschluss.


