Jahrgang 
1894
Seite
323
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Nr. 34.

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Deutsche Photographen-Zeitung 1894.

Deutscher Photographen-Verein. Als neues Mitglied ist angemeldet:

Herr J. Benade, Photograph, Erfurt.

Als neues Mitglied ist aufgenommen(angemeldet in Nr. 32 u. 33):

Herr Ernst Cammann, Photograph, Inhaber des Ateliers Oswald Zimmer,

Dresden-Altstadt, Johann-Georgen-Allee 19.

Lesezirkel 1894.

Es gelangten zur Versendung am 21. August 1894: Reihe II. Phot. Mittheilungen Nr. RKeihe XII.

III Wochenblatt XIII.

British Journalof Ph. Nr. Phot. News Phot. Times Bull. de la Soc. Franc.

VII. X. Revue Suisse

Ueber Objective alter und neuer Construction. Von L. Belitski, Nordhausen.

Es ist nun bereits eine Reihe von Jahren verflossen, seit uns die chemische und optische Wissenschaft mit neuen für optische Zwecke hergestellten Glas- sorten und mit aus diesen hergestellten Objectiven neuerer(Euryskope, Anti⸗- planete etc.) und neuester Construction(Anastigmate und Doppelanastigmate) heschenkt hat. Es sind dadurch Fortschritte gemacht worden, wie wir es vorher kaum geahnt haben; ja man kann sagen, dass wir hierin, die Leistung der photographischen Objective betreffend, wohl so ziemlich am Ende angelangt sein dürften, denn manche Wünsche lassen sich, als optischen Gesetzen wider- sprechend, überhaupt nicht erreichen, wie z. B. grosse Lichtstärke und Tief- zeichnung zugleich.

Seit Jahren bilden die Nachrichten über diese Fortschritte eine stehende Rabrik in allen Fachblättern; aber trotz alledem sind unter den Fachleuten vielfach noch ganz falsche Ansichten darüber verbreitet. Wer die Fragen und Antworten in unseren Fachzeitschriften gelesen hat, wird mir Recht geben, und deshalb halte ich eine nochmalige Besprechung dieses Themas nicht für über- füssig, zumal in einer kurzen Antwort nicht alles Nöthige gesagt werden kann.

leh bin in der Lage gewesen, eine Anzahl dieser neuen Objective zu probiren und mit alten sehr sorgfältig zu vergleichen. In Folge dieser Proben habe ich mir selbst mehrere Anastigmate von Zeiss und von Görz angeschafft, so dass ich nach längerem Gebrauch derselben auch praktisch ein Urtheil darüber habe. Für sämmtliche Vergleichsproben mit alten Objectiven wurden solche mit annähernd gleicher Brennweite gewählt und dieselben vorher auf gleiche Oeffnungswinkel durch Abblenden gebracht, so dass sie gleiche Licht- kraft besassen.

In Nr. 42 dieser Zeitschrift von 1892 habe ich genau beschrieben, wie zu diesem Zwecke verfahren wird. Ausserdem wurden noch vor den Proben die Objectivlinsen sauber geputzt, so dass durch etwaigen Staub oder Beschlag kein falsches Licht auf die Platten gelangen konnte.

Proben, welche ohne diese Vorsichtsmaassregeln gemacht werden, haben gar keinen Werth. Ebenso ist der Werth blossen Meinungen abzusprechen, denn solche sind nicht selten einander geradezu entgegengesetzt.

So herrscht z. B. die Ansicht über die Anastigmate, dass sie für Portraits im Atelier überhaupt nicht geeignet seien, indem sie wesentlich längerer Expositionszeit bedürften, härter arbeiteten und weniger Modulation gäben als Portraitobjective.,

Ein Funken Wahrbeit ist daran, denn die Anastigmate haben nur vier spiegelnde Linsenflächen, während die alten Portraitobjective deren sechs haben je mehr aber spiegelnde Flächen im Innern eines Objectives vorhanden sin desto mehr wird falsches(zerstreutes) Licht auf die Platten gelangen, welches

ja unter Umständen bei Portraits vortheilbaft sein kann, da es 6 gewisse