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Deutsche Photographen-Zeitung 1894.
Das Objectiv muss möglichst wenig Veranlassung zu Liehtverlust geben nd ein ebenes scharfes Bild bis in die àussersten Ecken der Bildwand hinein chnen. Auch muss das Objectiv daneben oft noch gewissen räumlichen Be- ingungen gerecht werden, da es ein gutes Bild von festgesetzter Grösse ent- eder in möglichster Näàhe— oder aber in einer gegebenen, oft gar nicht nerbeblichen Eptfernung von dem Apparate zu entwerfen bestimmt ist. Das Prstere ist namentlich dann der Fall, wenn der Apparat(vom Publikum aus) inter der(bei dieser Anordnung durchscheinenden) Bildwand aufgestellt wird, und es nun darauf ankommt, möglichst wenig Raum für die Projection selbst u verbrauchen(von der Saalwand hinter dem Apparate bis zur Bildwand),
der ja der Ausnutzung durch Plàtze für die Zuschauer entzogen wird. Um
olehe Einbussen an nutzbarem Raume zu vermeiden, und auch manche
anderen Unannehmlichkeiten zu umgehen, stellt man den Apparat— da auch die Aufstellung in geringer Entfernung vor der Bildwand, inmitten der Zu- schauer, vielerlei vielleicht noch schlimmere Unzuträglichkeiten im Gefolge lat— gern im Rücken der Zuschauer auf und projicirt die Bilder über die Köpfe des Publikums hinweg. Da
ist aber die Bildfläche oft sehr weit — gleich der ganzen Saallänge— vom Apparate enttfernt.
Ps sei hierbei gleich bezüglich dieser Art von Projection ein weit ver- breiteter— auch bei gebildeten(selbst naturwissenschaftlich recht kenntniss- reichen) und denkenden Personen angetroffener— Aberglaube beseitigt, als ob hierzu eine ganz besondere Lichtstärke des Apparates erforderlich wäre, da ja das Licht bekanntlich im Verhältnisse des Quadrates der Entferuungen abnimmt. Dies trifft vollkommen zu bei dem frei in den Raum hinaus-
gestrahlten Lichte einer Lichtquelle, nicht aber unter den Bedingungen, die
dier vorliegen: Ein ganz bestimmter Theil des erzeugten Lichtes wird durch den Condenser eingefangen, und nun ohne jeden Verlust(ausser dem auch seiner Unbedeutenheit wegen hier zu vernachlässigenden beim Durchgange durch
ie verschiedenen Gläser, der ja ganz und gar nichts mit der Eutfernung des Wandbildes zu thun hat und in gleichem Umfange bei jeder eintritt,) auf vor- geschriebener Bahn— ähnlich wie der Schall in einer Sprachrohrleitung bis zu dem entfernten
Ohre— bis zur Bildwand geführt. Bleibt freilich im Apparate Alles sich gleich, so wächst in demselben Maasse wie der Abstand auch die Grösse des Bildes— linear, in der Flàche also quadratisch—; und dann könnte z. B. in der dreifachen Entfernung das Bild nur den neunten Theil der Helligkeit haben, weil die neunfache Fläche gegen vorber mit dem- selben Lichtquantum bestrahlt würde. Hält man aber durch die Einschaltung eines anderen— passend gewählten— Objectives das gegebene Licht in seiner Strahlung sô zusammen, dass es erst in der dreifachen Entfernung sich über dieselbe Fläche verbreitet wie vorher(dasselbe Bild zeichnet), so ist die Helligkeit des Bildes dieselbe— nur abgesehen von der möglicherweise etwas geringeren Lichtdurchlässigkeit des neuen Objectives. Es wird sich aber später zeigen, dass durch die Projicirung auf weitere Entfernung hin eine so viel ergiebigere Ausnutzung der Lichtquelle verursacht wird, dass dieser letzt-
erwähnte etwaige Verlust in Keinem Falle auch nur von Weitem dagegen in Betracht kommt.
(Fortsetzung folgt.)
Unser Vereinsmitglied Herr Albert Bohne, Hofphotograph in Aschersleben. hat wegen eines schweren Augenleidens sein Geschäft dem Herrn A. Hellmuth verpachtet, welcher es unter der Firma A. Hellmuth, Hofphotograph A. Bohnes Nachfolger weiterführt.
Wir wünschen dem Herrn Bohne, dass er nach 27 ½ jähriger Thätigkeit in
wenn auch unfreiwilligen Ruhe mit der leiden sich nicht verschlimmert.
seinem Geschäft nunmehr sich der, W LZuversicht anheimgeben kann, dass sein Augen
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