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Nr. 30. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 287 und Druckersälen der Anstalt vorgenommen, und zwar in Portrait- und Re- productionsphotographie, nassem und trockenem Negativverfahren, orthochro- matischen Aufnahmen, in der Emulsionsbereitung, Negativ- und Positivretouche, Diapositivanfertigung, Vergrösserung, Mikrophotographie, ferner in den posi- tiven Copirprocessen, Lichtpausmethoden etc.; schliesslich in den photo- mechanischen Reproductionsverfahren: Lichtdruck, Photolithographie, Zinkàtzung,
Photozinkotypie und anderen speciellen photographischen Methoden nach Maass-
gabe des Bedürfnisses und der vorhandenen Mittel. Die Ateliers und Drucker- säle sind täglich von 8 Uhr früh bis ½ 4 Uhr nachmittags geöffnet.
Praktiker, Künstler, Gelehrte ete. können als ausserordentliche Schüler Aufnahme finden.
Fs finden ferner Vorträge über Photochemie, Photographie, Methodik der Druckverfahren, Retouche, Chemikalienkunde, Kunstlebhre und pressgesetzliche Bestimmungen, sowie über den Schutz des artistischen und literarischen Eigen- thums statt.
Zur Benutzung für die Besucher der Anstalt steht eine Lehrmittelsamm- ung und eine Fachbibliotbek zur Verfügung.
Nähere Auskünfte ertheilt die k. k. Direction der Anstalt.
(Director Dr. J. M. Eder, VII. Westbahnstrasse 25.)
Die Société de Photographie de Courtrai in Belgien
macht bekannt, dass sie durchreisenden Amateuren und Vereinsmitgliedern ibre Dunkelkammer, Laboratorium und sonstige Einrichtungen stets zur Ver- kügung stellt und bittet gleichzeitig, dass ihren Mitgliedern die gleichen Vor- theile in fremden Städten von Amateuren und Vereinen geboten werden. Diese b Gesellschaft wurde im Jahre 1892 gegründet um unter ihren Mitgliedern die Fortschritte der Photographie durch regelmässige Sitzungen, Vorträge, Aus- stellungen und Versuche an neuen Apparaten und mit neuen Verfahren zu fördern. Der Verein tagt in der städtischen Gewerbeschule in Courtrai.
Ein deutscher Ingenieur Namens Lotz will die
Photographie im Brückenbau. oder, richtiger gesagt, bei Haltbarkeits- und Tragfähigkeitsproben von Brücken benutzen. Das Verfahren besteht darin, dass von einem geeigneten Standpunkt aus und mit einem hinreichend grossen Apparat von der, der Probe zu unter- werfenden Brücke zuerst eine Photographie ohne Belastung und dann eine solche mit der reglementarischen Belastung aufgenommen wird. Eiu Vergleich und ein aufmerksames Studium der beiden Bilder würde gestatten, sich ein genaues Urtheil über die durch die Belastung hervorgerufenen Veränderungen zu verschaffen.
Die Photographie und ihre Anwendung bei der Hafenvertheidigung.
Die Marinebehörden, schreibt die Londoner„Army and navy gazette“ vom 30. Juni d. J. über diesen Gegenstand, sind längst darüber klar, dass das elektrische Licht gegen Angriffe von Torpedobooten bei der Hafenvertheidiguung eine umfangreiche und bedeutende Rolle zu spielen berufen ist. Treten dieds dünn gebauten Fahrzeuge aus der Dunkelheit heraus, so können sie, so schne sie auch zu fahren vermögen und so geschickt sie auch gehandhabt werden, gewandten und erfahrenen Kanonieren gegenüber auf Erfolg nicht rechnen. Als das wirksamste Mittel, um eine hinter den Hafendämmen von Plymouth oder Portland vor Anker liegenden Flotte gegen nächtliche Torpedoangriſie zu schützen, war kürzlich die beständige Erleuchtung der Hafeneinfahrt mit elektrischem Licht in Vorschlag gebracht worden. Es war jedoch schwierig, das Lichtbündel oder die erleuchtete Zone bei der wachsenden Geschwindig- keit der Torpedoboote so breit und so lang zu machen, dass die Zeit, in welcher sie beschossen werden konnten, zu ihrer sicheren Vernichtung hinreicht.
Nun sind in letzter Zeit einige Versuche angestellt worden, ich aepei hoto, graphie oder einer Erweiterung dieser Kunst zu bedienen, um die Chancen


