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Nr. 27. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 261 IV. Für Apparate und Utensilien. Ehrenvolle Lrwähnung. G. Wassmann, Winschoten. C. A. P. Ivens, Nijmegen. Guy de Coral& Co., Amsterdam. Dr. A. Hesekiehl, Berlin. Blom em Rittner Bos Amsterdam. E. Welsing, Amsterdam. Günther Waguer, Hannover. Ausserdem wurde dem Herru Fr. Jul. v. Kolkow, obschon Jurymitglied, ein Ebrendiplom verliehen. Derselbe hatte nach Abschluss der breisrichter- arbeit Farbenbilder nach Copieen(Platte 132116) ausgestellt, wohl die ersten derartigen, welche in Holland gefertigt wurden,
Amerikanischer Klebstift.
Nach einer in den„Neuesten Erfindungen“ etc. enthaltenen Mittheilung hat Ch. S. Appel in Bellaire(Ohio) einen Klebstift erfunden, weleher, wenn er an- gefeuchtet ist, wie ein in Klebstoff getauchter Pinsel und als Ersatz für diesen benutzt werden kann. Der Stift besteht aus 28 Theilen Dextrin, 32 Theilen kalten Wassers, 54 Theilen besten Leims, 4 Theilen besten Zinkweisses und 160 Theilen Glycose. Die Glycose giebt dem Stift eine kautschukartige Beschaffen- heit, je mehr Glycose zugesetzt wird, desto weicher wird der Stift und umgekehrt desto härter, je weniger Glycose verwendet wird. Die angegebene Menge Dextrin wird der angegebenen Menge kalten Wassers zugesetzt und Beides zusammen bis zur völligen Lösung des Dextrius erwärmt. Diese Lösung wird nun über den Leim gegossen und darauf Zinkweiss über das Ganze gesiebt. Nachdem die
Masse etwa 8 Stunden gestanden hat, wird der dieselbe enthaltende Kessel in
ein Wasserbad gebracht und so lange erwärmt, bis alle Bestandtheile geschmolzen und gründlich vermischt sind. Während die Masse sich noch in dem Wasser- bad befindet, wird die Glycose, welche vorher bis zur Consistenz von dünnem Leim erwärmt worden ist, eingegossen und durch Umrübren gründlich mit dem Uebrigen vermischt. Diese Mischung giesst man sodann in geeignete eylin- drische Röhren und lässt sie abküblen, womit die Stifte vollendet sind.
Fragekasten.
Fragen.
1130) Giebt es ein Mittel, verwetterte Objectivlinsen zu reinigen? Alle meine Objective sind mit solchen Flecken behaftet und einzelne dadurch unbrauchbar geworden.
1131) Ich bezog salpetersaures Silber und Gold von einer bekannten Firma. Beide Präparate rochen sehr stark nach Säure, was mich insofern wunderte, als doch bei chemisch reinen Präparaten Geruchlosigkeit vorhanden sein soll. Ich frage deshalb: hat dieses Silber und Gold auf Albuminpapierbilder einen schädlichen Einfluss?
1132) Auf welche Weise entfernt man Fett-, Oel- und Eisenflecke aus Wie bleicht man Gravüren?
Gravüren?
Antworten.
zu Frage 1128) Man übergiesse das Negativ mit Chlorquecksilber, tüchtig wässern, ohne es jedoch, wie es beim Verstärken nachher geschieht, übergiessen.— Uns ist dieses auch schon mal passirt.— 1 Zu Frage 1128) Die Platte einige Minuten in starke Lösung Chlor-Quecksilber legen und nachdem man ca. eine halbe Stunde gewässert hat, mit sehr schwacher Ammoniak-Lösung übergiessen. Der gelb-rothe Schleier ist sodann verschwunden.. Georg Sehoppmexer- Zu Frage 1128) Derartige Platten habe ich stets mit Erfolg mit Queolzilberehlorid dem einige Tropfen Salzsäure zugesetzt sind, verstärkt, und dann in einer Lösung von Sorefhe. saurem Natron 1:3 geschwärzt. In letzter Lösung bleibt das Negativ so lange, bis die Ver- stärkung wieder vollständig verschwunden ist; ohne zu wässern legt man das Negatiy in ein saures Fixirbad 15— 30 Minuten und hierauf, nachdem die Platte gut gewässert ist, in ein Kräf- tiges Alaunbad, dem einige Tropfen Salzsäure zugesetzt sind. Der Rothschleier muss schon während der Behandlung mit schwefligsaurem Natron verschwinden, ist das nicht der Fall, so rührt der Schleier nicht von Natron her, sondern hat einen andern Grund. C. Rumpff. zu Frage 1129) Die fraglichen Flecke dürften wohl unvertilgbar sein, da dieselben mehn und mehr nachdunkeln; ein Mittel dagegen ist nicht bekannt. on Kl V. Aer . Zu Frage 1130) Das Beschlagen solcher Objectivgläser kommt in heissen limaten sehl näufig vor. Es wird in der Regel bei solchen Gläsern am leichtesten auftreten, welche eine weiche Oberfläche haben. Aus diesem Grunde sind die deutschen Objectivglassorten entschieden vorzuziehen, weil im Allgemeinen in Deutschland ein sorgfältigeres Poliren stattfindet. Das Poliren des Gllases hat nämlich nicht nur allein den Zweck die Oberfläche spiegelglatt au machen und somit die Lichtstrahlen besser hindurch gehen zu lassen, sondern es übt auch eine
lasse es alsdann mit Ammoniak zu


