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Nr. 21. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 201 ein Vortheil, der gewiss nicht zu unterschätzen ist, besonders da dieses Papier billiger als alle anderen Sorten ist.
Herr Carl Grundmann, Leipzig, sandte seine neueste Preisliste.
Herr Job. Schneider weldete seinen Wiederbeitritt an. An LZeitungen lagen aus: Deutsche Photographen-Zeitung, Atelier des Photographen und Pbotographische Correspondenz.
Schluss der Versammlung 11 ½ Uhr.
Otto Stiegler, protokoll. Secretair.
Bericht über das am Sonntag, dem 15. April 1894, im Central-Hôtel abgehaltene Stiftungsfest. 1
Dem Rufe, sich zahlreich am Stiftungfeste einzufinden, hatten recht Viele Folge geleistet. Der Festausschuss hatte sein Möglichstes gethan, den Abend zu einem recht genussreichen zu gestalten. Das Programm war ein sehr mannigfaltiges und es konnte in Folge dessen ein allgemeines Frohsein auch nicht ausbleiben. Herr Max Priester erfreute die Festtheilnehmer durch ein paar wundervolle Gesangsvorträge, die ihm reichen, wohlverdienten Beifall einbrachten. Fräulein Emma Behrens hatten wir zwei nette Zithervortràge zu verdanken. Frau Schneider gab einen recht hübschen plattdeutschen Vortrag zum Besten, ebenso machte sich Herr Bollhorst durch mehrere derartige Vor- träge sehr verdient. Herr Kohlstock sang mit vielem Beifall. Sämmtlichen Gästen danken wir an dieser Stelle noch vielmals für die ausserordentliche Liebenswürdigkeit, mit welcher sie unser Fest unterstützt haben.
Von unseren Mitgliedern glänzte Herr Herm. Köster. Die von ihm und seiner Frau Gemahlin vorgetragenen Ehestandsplaudereien fanden besonderen Beifall; lebhaftes Lachen erregte er durch seinen Vortrag„Das erste Söhnchen“. Auf Wunsch sang Herr Th. Petersen den„Wiener Fiaker“. Auch diesen Vor-
tragenden sagen wir hiermit unsern besten Dank.
Zwischen den Vorträgen wurde viel getanzt, Damenwahl und Cotillon brachten die letzten müssigen Herren ordentlich iu Bewegung.
Nach der Pause wurden die Gäste von Herrn Petersen auf das Herzlichste begrüsst und mit ihnen auf das fernere Gedeihen der Photographischen Ge- sellschaft angestossen.
Bis zum frühen Morgen hielten die meisten Festtbeilnehmer aus, gewiss ein gutes Zeichen, dass das Fest als ein wohl gelungenes betrachtet werden kann. Otto Stiegler.
Platinimitationen. Von J.V. N 0 rath.
„Die goldenen Zeiten der Photographie sind vorbei, sind unwiderruflich da- hin“, das ist der Klagegesang, den man in mancher photographischen Zeitsehrift in einem Leitartikel oder auch wohl nur in einem stillen, unausgestossenen Seuf- zer hört. Ja das photographische Geschäft geht als solches zurück, denn es will nicht besser, mehr werden, und da Stillstand Rückschritt bedeutet, ist die allge- meine Klage ganz berechtigt, darüber ist man allseitig einig. Uneinig aber ist man darüber, was den Rückgang verschuldet, und wie man ihn hemmen kann. Die Einen wollen die Photograpbie als Kunst discreditiren, und verdammen den Realismus in derselben; die Realisten ibrerseits schieben den Platten und wer weiss noch was Allem, namentlich aber den modernen Copirpapieren, die Schuld zu. Beide mögen Recht haben, aber da mit einer ästhetischen Vorlesung dem Praktiker nicht gedient ist, halten wir einen Artikel über das Thema„Do not trifle with the art of photography“ für nicht angebracht, sondern wollen uns heute einmal mit einigen Gattungen Copirpapier beschäftigen, welche dem Platinverfahren, dem vornehmsten Copirverfahren, Concurrenz zu machen bestrebt sind, um so auch in kleineren Geschäften die Kunst zu fördern und die gewünschten materiellen Er- folge zu erzielen.
Wenn wir uns fragen, warum die Platinbilder, trotzdem sie selten einmal die feinen Details anderer Copirmethoden zeigen, für so hochkünstlerisch gelten,
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