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N. 19. DHeutsche Photographen-Zeitung 1894. 187
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Es ist übrigens in Bezug auf den Platz, auf welchem die Ausstellung statt- finden soll, noch keine bestimmte Entscheidung getroffen, vielmehr dreht sich die Frage noch um die beiden Punkte Witzleben mit dem Litzensee bei Char- lottenburg oder Treptower Park. Die„Voss. Ztg.“ bemerkt über diese Frage:
„Witzleben mit dem Lietzensee gehört zu Charlottenburg. Eine Berliner Ausstellung auf Charlottenburger Gebiet zu veranstalten, verlangt eine erhebliche Entäusserung des Localpatriotismus. Zwar wird von den Vertheidigern Witz- lebens darauf hingewiesen, dass beide Schwesterstädte ein Herz und eine Seele seien, dass vielleicht schon im Jahre 1896 die kleinere der grösseren incommu- nalisirt sei, und dass dieses Ausspielen des Berliner Localpatriotismus kleinlich berühre. Daraufhin ist zu entgegnen, dass sich in dem bisherigen Verkehr zwischen den Verwaltungen beider Städte sentimentale Regungen nicht bemerk- bar gemacht haben, vielmehr jede bis auf das Tipferl über dem i auf ihren Rechten bestanden hat. Wenn sich aber jetzt in Charlottenburg sentimentale Gefühle regen und die Bürgerschaft durch ihren Magistrat der Ausstellung eine Subvention von 150 000 Mark nebst kostenfreier Herstellung der nach Witzleben führenden Zufahrtstrassen und der unentgeltlichen Entwässerung des Aus- stellungsplatzes, sowie der darauf errichteten Gebäude zusichern lässt, so ist das ein Beweis, dass man in der Nachbarstadt glaubt, ein vortreffliches, die Auslagen zehnfach einbringendes Geschäft zu machen. Der Berliner Local- patriotismus hat nun eine sehr substantielle Unterlage, und zwar jene, dass er in erster Linie Berliner Arbeitern, Industriellen und Gewerbetreibenden die materiellen Vortheile einer solchen Aus- stellung zuwenden will. Diese Zuwendung wird auch unzweifolhaft den Berlinern in höherem Grade zu Theil werden, wenn die Ausstellung in den Trep- tower Park kommt, der sich direct dem Osten der Stadt anschliesst. Und dann noch der mehr ideale Grund, dass man sagen kann, die Berlinische Ausstellung befindet sich wirklich auf Berlinischem Grund und Boden und zwar in einem von der Stadt mit einem Aufwande von Millionen geschaffenen Park, der in schönster Weise die Bestrebungen illustrirt, der Grossstadt gesunde Lungen zu verschaffen.“...„Um Geld dreht sich die Welt. Wie schon hervorgehoben, die Kosten spielen bei der Berliner Ausstellung eine grosse Rolle. Eine Ehren- sache muss es sein, den Garantiefond nicht anzugreifen. Das zwingt zur Spar- samkeit und um so mehr, als der Beitrag der Stadt nur 300 000 Mark beträgt und es sich nur um eine Ausstellung von mehr localer Bedeutung bandelt. Man gebe sich doch keinen überschwänglichen Erwartungen bezüglich des Zustromes fremder Gäste hin— die Berliner werden das grösste Contignent der Besucher stellen müssen. Die Tugend der Sparsamkeit giebt allen Anlass, den Treptower Park zu wähblen und die kostspielige Absicht, Witzleben mit dem Lietzen- see in ein erträgliches Ausstellungsterrain umzuwandeln, aufzugeben. Ziemlich unklar steht man den Kosten, die Witzleben verursachen wird, gegenüber, äusserst klar jenen, die Treptow beansprucht. Wer ruhig überlegt, wird sicherlich den Treptower Park wählen. Er verrichtet hiermit ein gutes Werk, denn er hilft auch dem Osten Berlins zu einem freundlichen Leben.“
Internationale photographische Ausstellung, eingerichtet von der Amateurphotographen- Gesellschaft von Geldern zu Arnheim(Niederlande) 1894.
Die photographische Gesellschaft von Geldern hat für 1894 eine internatio- nale Ausstellung beschlossen. Die Ausstellung wird am 14. Juli eröffnet und soll bis zum 29. Juli geöffnet bleiben. Sie soll enthalten Photographieen von Professionsphotographen sowie auch solche von Amateurphotographen in ver- schiedenen Classen; endlich noch für beide zusammen noch verschiedene Preis- ausschreiben. Ausserdem ist noch eine grosse Ausstellung von photographischen Apparaten und Utensilien damit verbunden.
Deutsche Verkaufsstelle in Amerika. Der Vorstand des bayrischen Kunstgewerbevereins in München hat in Amerika eine deutsche Verkaufsstelle in Aussicht gefasst, um dem heimischen


