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186 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 19. Vr.
Blitzlichtlampen beschrieben und die übrigen lediglich dem Namen nach an- geführt. Dann haundelt, ein weiteres Kapitel von den Aufnahmen bei Magne- sium- und Blitzlicht, sowie bei combinirtem Licht, bis zum Schluss noch kurz auf das elektrische Licht und das Auersche Glüblicht Bezug genommen wird. Ein paar Winke über Entwicklung schliessen das W erkchen. Wenn wir über eins Tadel aussprechen sollen, so ist es hauptsächlich die Bemerkung im Vorwort, worin der Verfasser betont, dass ihm nur das Fehlen einer geeigneten Anleitung zum Schreiben dieses Heftchens Veranlassung gegeben hätte. Diese Voraussetzung ist aber unrichtig, denn es existiren verschiedene photographische Lehrbücher, in welchen unter anderen das Photographiren mit Blitzlicht ein-
gehend beschrieben ist und ausserdem haben wir auch andere Werke, wie das gejel von Gaedicke und Dr. Miethe, Prof. Dr. Max Müller etc., welche sich nur mit nalis der Blitzlichtphotographie befassen, Werke, die allerdings etwas grösser angelegt berü sind, als das vorliegende. WWis Lainer, Anleitung zum rationellen Sammeln der photographischen Silber., har Gold- und Platinrückstände und deren Werthbestimmung. Verlag des Rech „Photograph“, Bunzlau. gefü Das vorliegende Werkchen füllt entschieden eine Lücke in der photogra- Suby phischen Literatur aus. Nicht als ob wir behaupten, dass man die darin an- führe gegebenen Recepte nicht bereits zu einem Theile gedruckt vorfände; auch in stell verschiedenen photographischen Fachwerken findet sich darüber, und nicht Un- das bedeutendes, geschrieben. Doch ist unseres Wissens bisher noch kein Sonder-— Aus werkchen über diesen Gegenstand vorbanden und gerade dieses möchten wir pat als sehr werthvoll dadurch hinstellen, dass es direct aus der Praxis und für die jene Praxis geschrieben ist. Selbstverständlich sind auch verschiedene kurze che- Gen mische Andeutungen nicht vermieden, die ja zur Erklärung der Vorgänge noth⸗ stel wendig bleiben. Nur eins hätten wir gern beseitigt gesehen, nämlich den speciell Berli wienerischen Provinzialismus„silberhältig, goldhältig, platinhältig“, statt silber- towe haltig etc. Es ist das ja nicht wesentlich, dient aber zum Einleben in die noch Praxis, wenn auf solche Kleinigkeiten auch Rücksicht genommen wird. hefin Die Ausfübrungen sind sehr eingehend, sodass man nach Anleitung dieses Von Werkchens sehr wohl im Stande sein dürfte, die Rückstände sowohl einzu- Schö- schmelzen und zu verarbeiten, als auch dieselben ihrem Werthe nach zu be- verse stimmen. Auf der anderen Seite glauben wir allerdings, dass es für die meisten die! Photographen vortheilhafter sein wird, die Rückstände in die betr. Scheide- sache anstalten zu geben, welche sich ja für geringe Entschädigung der Mühe der samk Scheidung gern unterziehen. Es ist ja selbstverständlich, dass bei nicht täg- und liehem Gebrauche solche Einrichtungen und Vorrichtungen immer etwas„schwer hane gehen“ und dem praktischen Photographen mehr Mühe und Kosten verursachen. de — Trep Vermischtes. ae — unkä, Berliner Gewerbe-Ausstellung im lahre 1896. 38 Von vielen Seiten ist an uns die Anfrage ergangen, wie es mit der Be- Trept schickung der Berliner Gewerbe-Ausstellung steht. Es ist zu bedauern, dass auch diese Ausstellung, die ursprünglich als grosse Weltausstellung geplant war und später den Charakter einer allgemeinen deutschen Ausstellung tragen sollte, lntern durch das ablehnende Verhalten der staatlichen Behörden jetzt sich lediglich auf den rein städtischen Charakter beschränken muss. Allerdings ist dureh das Ausstellungscomité, welches an und für sich einen rein privaten Charakter luale hat, versucht worden, auch fremde Ausseller herbeizuziehen. Das geschieht da- all durch, dass„Vereinigungen und Corporationen, deren Sitz und Vorort Berlin profe ist, gemeinsame(Collectiv-)Ausstellungen aller ihrer Mitglieder(auch nicht inKchies Berlin Wohnender) zur Vorführung bringen können“. Auf diese Weise ist es aAsse auch solchen Mitgliedern der photographischen Vereine in Berlin, welche nicht Appa
in Berlin wohnen, gestattet, durch ihren Verein sich an der Ausstellung zu be- theiligen, indem der betr. Verein eine Collectivausstellung seiner Mitglieder ver- anstaltet. Wie das nachher in Beziehung auf die Prämiirung eingerichtet wird, ist bis zur Stunde zwar noch nicht bekannt, doch steht zu vermuthen, dass in Ane


