162 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 17.
Nachmittags 6 Uhr: Gemeinschaftliche Festtafel und geselliges Zusammensein im Festsaale des„Palmengartens“. Freitag den 24. August.
Ausflug nach Königstein im Taunus. Sonnabend den 25. August.
Vormittags 10 Uhr: Schlusssiteung im„Palmengarten“. Verlesung der zu protokoll festgestellten Beschlüsse. Bericht der Casse-Revisoren und Ertheilung der Entlastung des Geschäftsführers. Verkündung der Ausschuss- und Preisgerichts-Urtbeile.
Schluss der XXIII. Wanderversammlung.
Tagesordnung. Eröffnung den 22. August, vormittags 8 ½ Uhr. a) Geschäftliche Angelegenheiten. 1) Allgemeiner Geschäftsbericht des Vorstandes. 2) Bericht über den Stellennachweis. 3) Rechnungslegung des Geschäftsführers, Wahl von zwei Casse-Revisoren. 4) Auslosung und Neuwahl von Vorstandsmitgliedern; Festsetzung des Vereins-Beitrags für das Jahr 1895. 5) Wahl der Preisrichter. 6) Wahl für den Ebrenrath. 7) Wahl für den Ausschuss zur Verleihung von Fähigkeits-Nachweisen und von Diplomen von NMedaillen für Photographen⸗Gehilfen. 8) Antrag auf Abänderung der Geschäftsordnung für das Preisgericht. 9) Bericht über die Abordnung in der Sonntagsruhe-Angelegenheit. 10) Bericht über den Stand des photographischen Schutzgesetzes. 11) Bericht über die Deutsche Photographen-Schule. 12) Antrag auf Anbringen einer Gedenktafel für den Dr. Ad. Steinbeil. 13) Bericht und Entscheidung über die beabsichtigte Einberufung eines photographischen Congresses. 14) Anderweitige Anträge. b) Fragekasten. c) Eröffnung und Besichtigung der Ausstellung(23. August, mittags 1 Uhr).
Unter dem Titel Festons und decorative Gruppen
ist in dem Verlage von Gerlach& Schenk in Wien ein Werk erschienen,
das bisher unbedingt noch nicht seines Gleichen hat und von der pboto-
graphischen Welt mit besonderem Hochgefühl zu begrüssen ist. Die Firm
hat sich seit zwanzig Jahren durch kunstgewerbliche Veröffentlichungen in gross- artigem Maassstabe hervorgethan und besonders wohl durch das weitschichtige, aber auch wirklich reichhaltige Werk„Die Pflanze in Kunst und Gewerbe“ verdient gemacht. In dem vorliegenden neuen Werke nun hat Herr Fr. M. Ger- lach den— wie gleich von vorn berein festgestellt werden mag: in der über- raschendsten Weise gelungenen— Versuch gemacht, decorative Musterentwürfe und Studien rein auf photographischem Wege zu Stande zu bringen, und dabei
vash allen in Betracht kommenden Richtungen sich als berufener Meistei rährt.
In erster Linie interessirt an dieser Stelle natürlich die photo-
graphische Leistung, die man schlechtweg als vollendet zu bezeichnen hat; zunächst was die Aufnahmen betrifft. Es sind Gegenstände der aller- verschiedensten Form und Farbe als Urbilder benutzt worden, oft Dinge Vol der unübertrefflichsten Zartheit der Modellirung und der Tonabstufungen, un de ſinc ohne jede Rücksicht auf die Schwierigkeit der photographischen decaose 4 dureh Zusammenstellung der heterogensten Anforderungen m und Aune eziehung, rein nach künstlerischen Gesichtspunkten ausgewà lt
d angeordnet. Nichtsdestoweniger sind stets alle Theile der Composition
gleichmässig auf das Feinste durchgearbeitet und in Schatten wie Lichtern
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