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vom 16. December 1893 hielt Herr Rousseau einen
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Nr. 16.
Deutsehe Photographen-Zeitung 1994. 159 Rundschau. Aus französischen Zeitschriften. b In der Sitzung der Section Namur der Association Belge de Photographie
Vortrag über das Lackiren von Negativen, um im Verlaufe dieses Vortrages das Recept eines vorzüglichen Negativlackes von folgender Zusammensetzung zu empfehlen:
Benzin 200 cem, Aceton 200 Alkohol absol. 125„ Sandarac 50 g.
Die Lösung erfolgt in der Wärme auf einem Wasser- oder Sandbade, doch darf in dem Arbeitsraume keine offene Flamme brennen, da sonst die Gefahr einer Explosion nahe liegt. Der Lack wird auf die schwach erwarmte Platte aufgegossen, er trocknet sehr schnell, besitzt genügende Härte, reisst nicht und zeichnet sich durch Billigkeit aus. Sollten sich nach dem Lackiren Un- regelmässigkeiten auf der Schicht zeigen, so wiederholt man das Lackiren mehrere Male, indem man zwischen jedem Giessen die Platte bis zur Hand- wärme erwärmt, sodass der alte Lack aufgelöst und durch eine neue Sebicht ersetzt wird(Bulletin Belge Febr. 94). 1
In derselben Nummer des zuletzt erwähnten Journals findet sich eine inter- essante Reminiscenz aus der Zeit der Papierphotographie. Wie ein Märchen aus alten Tagen klingt es, wenn man die Recepte zur Präparation des Negativpapieres liest. Bernsteinsäure, Gummi arabicum, Kochsalz und Wasser wurden zur Vorprä- paration des Papieres verwendet und die mit dieser Lösung bestrichenen Papiere auf einer 6% igen Höllensteinlösung sensibilisirt. Das gewonnene Papier war haltbar und so empfindlich, dass eine Exposition von zwei Minuten zur Aufnahme in der Camera genügte. Das Bild, welches nach der Exposition noch nicht sicht- bar ist, musste mit einer gesättigten Eisensulfatlösung, der etwas Gummi arabicum zugesetzt wurde, entwickelt werden. Auch die weiteren Details dieses von Hunt im Jabre 1855 veröffentlichten Verfahrens sind so interessaute, dass Herr Forestier, der Verfasser des Artikels, mit Recht auf die Beachtung, welche sie auch noch im Jahre 1894 verdienen, hinweist.
In einem Artikel derselben Zeitschrift giebt Herr Monpillard unter der Ueber- schrift Orthochromatismus und Mikrophotographie einige Anweisungen zur Her- stellung von Badeplatten. Das Bad für Platten, welche zur Wiedergabe von Gelb,
Gelbgrün und Gelborange dienen soll, wird in folgender Weise angesetzt:
Normallösung Erythrosin 1 g, dest. Wasser 1000„
Das Sensibilisationsbad besteht aus: Erythrosin-Normallösung dest. Wasser 100„
Ammoniak 05„ Zur Wiedergabe von Roth und Rothorange werden die Platten mit Cyanin sen- sibilisirt, dessen Normallösung aus 0,2 g Cyanin und 100 cem Alkolfol 950 bestebt. Die Lösung muss frisch angesetzt und im Dunkeln aufbewahrt werden. Das Sensibilisationsbad wird in folgender Weise zusammengesetzt:
4 cem,
Normalcyaninlösung 4 cem,
dest. Wasser 100„
Alkohol 950 5„
Ammoniak 1,5„
Die Platten werden in diesen Lösungen zwei Minuten unter Bewegung der Schaale gebadet, sodann in drei Schaalen mit dest. Wasser abgespült und in einem Schranke, in dem eine Schaale mit Chlorcalcium aufgestellt ist, getrocknet. Zur Herstellung von Platten, die sowohl für Gelb, Gelbgrün, als auch Roth em- pfindlich sind, bringt man sie zuerst in ein Erythrosinbad, bestebend aus 20 cem obiger Erythrosin-Normallösung und 80 ccm Wasser, spült sie mit Wasser ab und sensibilisirt dann noch einmal in dem oben angeführten


