Deutsehe Photographen-Zeitung 1894. Nr. 14.
Weiter finden wir in gleichem Stile ein Bibliotheks- und Arbeits-Zimmer, (von A. Bembé-Mainz).— Auch eine Reihe von Einzelmöbels wie Stuhl, Kron- leuchter, Blumentisch, Betten, Bücherschränke, Kleiderschrank und Waschtisch, Kamin u. s. w. beweisen, wie sehr sich die Gothik unseren modernen Bedürf- nissen anpassen kann.— Prächtig, fast üppig erscheint dagegen der gewaltige Aufbau des in der zweiten Kunstbeilage wiedergegebenen Büffets, welcher dieses Möbel durch seine bedeutenden Ausdehnungen in besonders grosse Räume ver- weist. Den einfachsten Ansprüchen wird ein„Kleiderschrank“ und ein„Spiegel- schrank“ gerecht, welche, in gewöhnlichem Tannen-, Eschen- oder ähnlichem Holz in Naturfarbe gedacht, mit decorativer Malerei einen ebenso originellen als hübschen Eindruck machen müssen.
Der Texttheil dieses Heftes bringt u. A. eine Abbandlung von Robert Mielke „Ueber die moderne Zimmer-Gothik“— ferner einen längeren Aufsatz„Zur Geschichte der Innen-Decoration“ bezw. der Möbel.“
zur guten Stunde. IIlustrirte deutsche Zeitschrift von Rich. Bong in Berlin. Alle 14 Tage erscheint 1 Heft zum Preise von 40 Pfg.
Von dieser Zeitschrift liegen uns eine Reihe interessanter Nummern (9— 14) sowie das 1. Heft der sog. Salonausgabe(à 60 Pfg.) vor. Wir geben im Nachstehenden den Inhalt an.
Allgemeinen Beifall wird die Plauderei über den lieben Weihnachts- kuchen von C. Jürgensen finden, welche durch farbige Bilder von L. Kiekebusch illustrirt wird. Auch die übrigen Bilder, die sich auf Weih- nachten beziehen, sind hochinteressant; wir heben hervor;„In den Weihnachts- feiertagen“ von Nußez Vais und„Weihnachtsbesuch des Erbonkels“ von E. J. Bocks.— Helene Pichler schildert eine Nacht auf dem Leuchthurm, Harbert Harberts den„Hamburger Dom“, diese alljährlich in St. Pauli stattfindende Budenstadt. Beide Artikel sind durch gute IIlustrationen erläutert. — Otto Lilienthal giebt als bekannter Flugtechniker einen interessanten Aufsatz über die Nachabmung des Vogelfluges; ein bedeutender Arzt eine Ab- handlung über die verscbiedenen Heileuren, wie sie namentlich in der Neuzeit so vielfach auftauchen.— Zur Tagesfrage bildet eine vorzügliche IIlustration von Carpentier„Verhaftung eines Anarchisten“ eine passende Erläuterung.
Fast in jeder Nummer finden wir fesselnde Artikel, Romane u. d. gl., wir heben hervor:„Hypnotische Curen“ von P aul Dobert,„Frauen von W. v. Reichenbach,„Pflicht und Wunsch“ von L. Haidhain,„Gasglühlieht“ un P DoNsr duecksilher, von A. O0. Klaussmann,„Feindliche Pole“
. nn.
Vorzügliche Illustrationen schmücken die Hefte; wir nennen:„Adieu“ von
Applely,„Abendrube“ von Rich. Fahdmer,„Nach der Taufe“ von H. Vo gel. Ein vorzügliches Bild ist das neckische„Ist das Ihre Katze“ sowie auch FEin Peetenminper am Rbein“(Wirthshaus zur Krone in Assmannshausen) von
Den Heften wird in Fortsetzung überall gratis bei ie i ri Aasrikeerbibliondehi welohe jetzt Ublands Gedichte a Beahen Aiealle rii Moderne Kuns. Jahrgang, herausgege
1Kunst. n) P gang gegeben von Rich. Bong. Alle 14 Tage
Auch diese Zeitschrift ist vielen unserer Leser als eine vorzügliche Zierde der Empfangszimmer bekannt. Es liegen uns Heft 8— 13 vor, welche einen Ausserde. manrdet leigen Aitaltabäbene Fir erwäAhgen daraus Folgendes:
Ra dfthue 4 nschaulicht unter dem Titel„Ein Sieg des Radfahrersports“ das Ergebniss des Rennens zwischen Cody und Meyer, wozu in dem originellen Zick-Zack die nöthigen Erklärungen gegeben monlen
Im Texte finden wir den Artikel„Unsere lieben Lieutenants“ von Hans Nagel von Brave mit farbigen Illustrationen von C. Becker. Besonders fällt das grosse Doppelblatt von Szymanowski„Ein Gebet“ auf. Ei iteres sehr interessantes Bild ist das Eigenportrait von Mlle Aime ar ker der Londoner Malerin ohne Arme!— Eine anziehende S hild b 8 apest aus der Feder von Max Roth hildennpe von Pndapen
auser ist von A. v. Dudlitz illustrirt.—
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