Jahrgang 
1894
Seite
102
Einzelbild herunterladen

102 Deutsche Photographen-ZLeitung 1894. Nr. 11.

Jede Photographie auf noch so glattem Albumin-, Gelatine- etc. Papier nimmt dieselben sofort sicher an.

Sie sind vollkommen durchsichtig, damit jede Nuance von Licht und Schatten in der darunter liegenden Photographie unverändert zur Geltung kommt.

Der charakteristische Glanz der Photographieen wird nicht aufgehoben oder unterbrochen.

Die Anwendungsweise ist so leicht und einfach, dass Jeder ohne künst- lerische Befähigung oder Vorübung hübsche Erfolge erzielen und Freude an

dem Selbsthergestellten haben kann. Sie sind möglichst lichtbeständig, damit die Freude an dem Vollbrachten

auch von Dauer ist.

Die Aquarellfarben werden gleichfalls auch von den glattesten Photographie- papieren angenommen, nachdem die Oberfläche der zu übermalenden Bilder mit Benzin gereinigt ist.

Die Malweise ist genau dieselbe wie bei den gewöhnlichen Aquarellfarben.

Die übermalten Bilder lassen sich kollodioniren und heiss satiniren.

Die Retouchefarben lassen sich in den feinsten Punkten und Strichen sicher auftragen; sie geben je für sich oder miteinander gemischt jeden ge- wünschten Ton, und sie haften sicher beim Heisssatiniren.

Sie geben sofort Glanz beim Auftrag, sodass ihre Wirkung gleich sicher zu beurtheilen ist.

Das Stereoskop. Von Hermann Krone, Dresden. (Aus des Verfassers in Vorbereitung befindlichem Lehrbu cheüber Photographie, Bd. I. Kap. 28.) (Fortsetzung.)

Der photographische Apparat ist, wie das menschliche Auge, ein Apparat für monoculares Sehen. Man muss demnach entweder nach einander von jedem der beiden Standpunkte aus je ein monoculares Bild des Gegenstandes auf- nebmen, oder man muss zwei Apparate in der benötbigten Entfernung von einander, gewissermaassen wie zwei Augen, neben einander aufstellen und mit jedem derselben je ein Bild des Gegenstandes herstellen. Gleichbedeutend mit

diesem letzteren Wege ist die Anwendung nur einer, aber doppelt breiten

Camera mit einer Theilung im Innern und mit zwei identischen Objectiven, die für Momentaufnahmen so am besten gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden können. Wir werden sogleich sehen, dass dieser Weg, mit zwei an einer Camera befindlichen Objectiven auf nur eine doppelt breite Platte zu arbeiten, nicht in allen Fällen ausreicht. Dennoch ist er besonders für Moment- aufnahmen zur stereoskopischen Abbildung näher befindlicher Objective der empfehlenswerthe und wir wollen deshalb bei unserer weiteren Besprechung zunhehst diese Camera-Construction voraussetzen, dabei immer eingedenk Dessen, dass auch bier jede Camerahälfte mit ihrem Objectiv ein Auge dar- stellt, so dass die linke Hälfte das Bild des linken Auges, die rechte das des rechten Auges ausdrückt.

Auch hier werden sich die Bildaxen wie die Sehaxen kreuzen, und das Bild des linken Objectivs wird auf der idealen Projectionsebene nach rechts das des rechten Objectivs auf derselben nach links hin zielen. Es werden aber nicht identische Punkte in die Bildaxen fallen. Dieser wichtige Um- stand ist hier nicht sofort zu erkennen. Er ist nur nebenher mit erreicht worden, weil das Objectiv auch die Gegenstände ausserhalb der optischen Axe scharf und richtig zeichnet, das Auge nicht. Während das Auge seine Seh- axe der Mitte des Bildes zuwenden muss, sind die optischen Axen beider Objective parallel gerichtet, gehen also neben den identischen Punkten der Mittel Sian vorbei. Es werden deshalb auch seitlich befindliche Gegenstände muſt abge- bildet, die für die körperliche Erscheinung nicht in Betracht komm M weil sie auf dei andern Bilde nicht ebenfalls vorhanden sind 6nn A2 ehmen wir an, wir hätten jetzt eine Do elaufnahme für di pische Erscheinung des Gegenstaudes angolat und eri den Pberegr ne

orhoſten das lin pselos Erh uhel bie aufgen recbten Sebhun identise stabdes

der Ne

weichu diestin Won