Jahrgang 
1894
Seite
36
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36 Deutsche Photographen-Zeitung 1894. N.. 4.

natron löslich. 3) Silberbromür, Silberjodür, im Lichte gefärbtes Brom- und Chlorsilber, welches nicht in Fixirnatron löslich ist. Dieser Irrtbum ist übrigens ganz ohne Belang, da ich ja selbst zugebe, dass die Solarisation durch OXydation entstebe. Ich habe indessen nicht behauptet, dass Dr. Eder irgendwo gesagt habe, dass zur Erzielung der Solarisation noth- wendig sei, dass die Schicht geschwärzt werde. Es stammt diese Anpahme jedenfalls aus meiner Besprechung des Experiments. welches Eder zum Be- weise der Oxydation in seinem Werke: die chemischen Wirkungen u. S. W. S. 40, anführt. Es heisst dort wörtlich:Man belichtet eine Bromsilberplatte bis sie sich schwärzt u. s. W. 8 Die Solarisation tritt immer beim Subsalz nach unserer Defnnition auf, eine geschwärzte Bromsilberplatte aber ist nach derselben kein Subbromid mehr. Der Sauerstoffantheil in dem solarisirten Silber hindert übrigens nur die Reduction zu metallischem Silber, nicht aber die Bildung eines gefärbten Bromürs. Dies kann man am einfachsten bei Chlorsilbergelatinepapier mit Entwicklung beobachten, welches ancopirt wurde. Aber auch bei Bromsilber- papier ganz geringer Empfindlichkeit läàsst sich dies beobachten. Eine bedeu- tend verlängerte Belichtung mit moderirtem Entwickler giebt auch in diesen Fällen ein Bild, welches aber nicht aus metallischem Silber, sondern aus einem Silberchlorür, resp. Silberbromür besteht. 5 Mit vorstehender Ausführung glaube jch vorläufig das beregte Thema genug

besprochen zu haben.

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Vereinsnachrichten.

b Verein photographischer Mitarbeiter zu Berlin.

Da sich z. Zt. in Berlin aus verschiedenen Elementen ein sogenannter photograpbischer Fachverein gebildet bat, welcher nach uns gemachten Mit- theilungen und uns zugesandten Schriftstücken eine Statistik über die Verbält- nisse in der Photographie dadurch geben will, dass er sowohl über die Gebilfen als wie über die Principale Fragebogen ausfüllen lässt, und da ferner sehr häufig die Ansicht auftritt, dass dieser Verein derselbe sei. welcher schon seit 186 unter dem NamenVerein photographischer Mitarbeiter besteht, so finden wir die Bitte natürlich, die der Vorstand des älteren Vereins an uns richtet, doch in derDeutschen Photographen-Zeitung einige Worte über diesen Verein zu sagen. Der Verein der photograpbischen Mitarbeiter existirt bereits seit über 17 Jahren, während der neugegründete Fachverein erst im November vorigen Jahres zustande kam und als eine Fortsetzung des Photo- graphen-Verbandes zu betrachten ist, weleher schon vor zwei oder drei Jabren eine ganz kurze Existenz fristete. DerVerein der photographischen Mit-

arbeiter sucht nach seinen Satzungen das geistige und materielle Wohl seiner

Mitglieder zu heben, dadurch, dass gegenseitig Mittheilungen und Austauseh gemachter Erfahrungen stattfinden, ferner dadurch, dass technische und wissen- schaftliche Vorträge gebalten werden, durch eine Bibliothek und Mustersammlung, durch kostenlose Stellenvermittelung und Unterstützung bedürftiger Mitglieder, sowie durch Abhaltung geselliger Vergnügungen. Dagegen sind religiöse und

politische Streitfragen und Agitationen aufs strengste ausgeschlossen.

Gerade aus diesem Grunde wurden vor einigen Jahren mehrere der Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen, deren Namen wir jetzt im Vorstande des Fachvereins wiederfinden. DerVerein photographischer Mitarbeiter bestrebt sich in jeder Weise, im guten Einvernehmen mit den Principalen zu bleiben und wünscht, die Lösung etwa auftretender grösserer Fragen nur gemeinsam mit

den Principalen zu erstreben. Wir können deshalb denjenigen Gehilfen, welche

sich für solche Bestrebungen interessiren, rathen, dem Verein der Photogra- phischen Mitarbeiter sich anzuschliessen. Der Verein bält jeden Donnerstag,

abends 9 Uhr, im RestaurantAlexandergarten, Alexanderstrasse 30, eine

Sitzung ab.

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