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406 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 50.
beiden runden Löchern“. Es ist das deutliche Trennen der Auf- nahmen hierdurch sehr erleichtert.
Will man nicht die ganzen 24 Aufnahmen hintereinander machen, sondern nur eine oder einige und dann entwickeln, so öffnet man in der Dunkelkammer den Schieber und dreht, nachdem auf e gedrückt, den Schlüssel b etwa einmal rechts herum. Das durch d geschnittene runde Loch befindet sich jetzt ungefähr in der Mitte der Cassette; man schneidet mitten durchs Loch das Papier durch und zieht mit der rechten Hand die Aufnahme von Rolle bh, indem mit der linken Hand die über den Deckel der Rolle b vorstehende Zunge des Zahnrades angedrückt und ausgehoben wird, was allein das Abrollen ermöglicht.
Sind alle Aufnahmen abgerollt und ist das eingangs erwähnte Fähnchen f erschienen, trennt man diese hier ab und befestigt auf den gummirten Theil des Fähnchens wieder den Rest des Negativ- papieres wie zu Anfang beschrieben, lässt etwas trocknen und die Cassette ist für fernere Aufnahmen wieder fertig.
Die Rollcassette Lipsia kann infolge ihrer compen- diösen Form für fast jede alte Camera passend gemacht merden, was jeder Camera-Tischler in kurzer Zeit besorgt. Von der Fabrik aus wird solches ohne jede Berechnung gemacht.
Die Preise sind gegenüber der Eastmancassette sehr billig, für Platten 13/18= 60 Mark.(Eastman= 76 Mark.)
Unsere Kunstbeilage.
Dem freundlichen Zusammenwirken von drei Vereinsmitgliedern in München verdanken wir die heutige Kunstbeilage. Dieselbe giebt in erster Linie von der fortschreitenden Thätigkeit unseres Fritz Müller Zeugniss und zeigt sodann auch, in welcher Vollkommen- heit E. Obernetter die Arbeiten auf dem Gebiete des Lichtdrucks herzustellen vermag. Der Carton wurde in dankenswerther Weise von O. Perutz gespendet.
Literatur.
Die Deutsche Photographen-Zeitung, welche seit 1. October eine Auflage von 2500 Exempl. erreicht hat, wird vom 1. Januar k. J. an eine Vergrösserung des Formates er- fahren. Hierdurch wird auch der textliche Inhalt um beinahe ½ vermehrt werden.
Die Vergrösserung und die damit verbundenen Mehrkosten machen es nothwendig, die Bezugsgebühren um etwas zu erhöhen. Somit ist vom 1. Jan. 1890 an der Bezugspreis für ¼ Jahr(statt Mk. 2,—) auf Mk. 2,50 festgesetzt.
Wir haben, da die Vergrösserung der Zeitung auf besonderen Wunscb vieler Abonnenten geschehen ist, auch die Ueberzeugung, dass der kleine Preisaufschlag von 50 Pfg. für das Vierteljabr die werthen Abonnenten nicht zurückhalten wird, auch fernerhin die Zeitung zu halten.
Das Nähere besagt die der heutigen Nr. beigefügte Beilage.


