Jahrgang 
1889
Seite
389
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Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 389

des Rätbsels liegt einfach darin, dass die Magnesiumflamme, ebenso wie viele andere hellleuchtende Flammen, die Eigenschaft fast voll- kommener Undurchsichtigkeit besitzt. Das Licht strahlt nur vom Flammensaum aus, während das im Innern der Flamme entwickelte Licht vom Flammensaum absorbirt wird. Verpufft man z. B. ein Gramm einer Mischung von Magnesiumpulver und chlorsaurem Kali, welches man in Form eines compacten Häufchens aufgeschüttet hat, und misst sensitometrisch das entwickelte Licht mit einer Chlorsilber- gelatinetrockenplatte, so erhält man bei jedem Versuch eine sich nahezu gleichbleibende Lichtmenge. Sobald man aber das Häufchen auseinanderstreicht, sodass es wallartig ausgebreitet wird, so erhält man eine wesentlich grössere Lichtmenge, die das 1 ½ 2 fache der vorher beobachteten ausmacht. 2 Gramm Magnesiummischung, auf einem spitzen Häufchen verbrannt, geben nur 1 1 mal so viel Liceht, wie 1 Gramm. Man sieht also, dass die Lichtmenge nicht mit der Menge des verbrannten Magnesiums wächst, sondern etwa in dem Verbältniss der sich mit zunehmender Magnesiummenge langsam vergrössernden Verpuffungsflamme. Diese hat auch eine weitaus grössere Oberfläche bei einem wallartig ausgestreuten Ge- misch und daher wächst bei dieser Anordnung die Lichtmenge. Viel günstiger liegen die Verhältnisse bei dem Schirmschen Apparat. Hier wird das in eine Flamme geblasene Magnesiumpulver auf einem verhältnismässig grossen Raum verbrannt und seine Leuchtkraft wird dadurch bedeutend besser ausgenutzt. Zugleich aber entsteht der Uebelstand, dass ein Theil des Magnesiumpulvers, dessen Menge je nach dem angewandten Einblasdruck beträchtlich variiren kann, un- verbrannt bleibt. Viele Practiker fürchten aber diesen unverbrannten, höchst fein vertheilten Magnesiumstaub, weil man beobachtet hatte, dass derselbe auf dem Albuminpapier, welches in selbst abgelegenen Räumen gesilbert wurde, sowie hier und da auf Trockenplatten beim Entwickeln schwarze Reductionsflecke erzeugt.

Eine wesentliche Verbesserung desMagnesiumpustlichtes würde demgemäss dadurch erzielt werden, dass man einerseits besonders den Flammenraum bedeutend vergrössert, andererseits dafür Sorge trägt, dass die Verbrennung des Magnesiums eine absolut vollständige wird.

Ich habe mich bemüht, diesen beiden Anforderungen gerecht zu werden und eine neue Lampe construirt, welche der beigegebene Holzschnitt zeigt.

Der Bunsenbrenner, welcher ev. auch durch eine passend con- struirte Spirituslampe ersetzt wird, trägt zwei messingene Hülsen, welche durch Schrauben in passender Höhe angeklemmt sind. Die obere dieser Hülsen ist mit einem knieförmigen Rohr verbunden, das einerseits bis an den unteren Flammensaum reicht, andererseits in einem büchsenmässigen kleinen Metallgefäss endet, das zum Zwecke der Aufnahme von Magnesiumpulver seitlich geöffnet und durch eine drehbare Hülse verschlossen werden kann. Diese Büchse steht durch eine rohrartige Verlängerung, über welche der Gummi- schlauch gezogen wird, mit der Druckbirne in Verbindung. Die untere, dem Brenner aufsitzende Hülse trägt ein kreisförmiges Kupferblech, welches sich, unter 45°geneigt, senkrecht über der