Jahrgang 
1889
Seite
353
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Nr. 43. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 353

von ganz bestimmter chemischer Formel, sondern von sehr wechseln- der Zusammensetzung, je nach der Art und Weise des späteren Ge- brauchs. Ausserdem zeichnet es sich durch seinen eigenthümlichen Glanz aus. Zu seinen Hauptbestandtheilen gehören Kieselerde, Al- kalien, alkalische Erden und Metalloxyde.

Es findet nun die Entstehung eines wirklichen Glases nur dann statt, wenn sich eine Doppelverbindung von kieselsaurem Alkali und einer kieselsauren Erde bilden kann. Und zwar kann man diese verschiedenen gebräuchlichen Glasmassen vom chemischen Stand- punkte aus in verschiedene Gruppen bringen.

Die erste Gruppe würde die Kali-Kalkgläser oder Kalium-Cal- ceiumgläser umfassen, in denen also kieselsaures Kali mit kiesel- saurem Kalk verbunden ist. Das böhmische Crystallglas ist ein Hauptträger derselben.

In die zweite Gruppe würden wir die Gläser, in denen das Kali, seines hohen Preises wegen, durch Natron ersetzt ist, fassen. Hierher gehören das englische Crownglas sowie unser gewöhnliches Fensterglas. Spiegelglas ist eine Mittelsorte zwischen der ersten und zweiten Gruppe.

Die dritte Gruppe bilden die Kalium-Bleigläser, als die weichen Crystallgläser und das Flintglas umfassend. Schmilzt man nun Kiesel mit viel Alkali zusammen, so erhält man einen Fluss, der entweder in der Luft von selbst feucht wird und endlich in eine Gallerte zerfliesst, oder doch bei weniger Alkali sich in kochendem Wasser auflösen lässt. Ein Muster dieser zweiten Form bildet das sogenannte Wasserglas, welches einer Menge technischer Anwen- dungen fähig ist. In der Photographie wird es hauptsächblich bei der Trockenplattenfabrikation und beim Lichtdruck angewandt.

Wenn man das Glas nicht als ein Salz von ganz bestimmter chemischer Zusammensetzung ansehen darf, so bleibt nichts übrig, als anzunehmen, dass die Kieselsäure sich mit den Alkalien und alkalischen Erden, namentlich aber mit den ersteren, unter sehr vielen Verhältnissen verbinden kann, und dass das Glas als ein Ge- misch mehrerer solcher Verbindungen zu betrachten sei. Da nun ein Silicat durch schwachen Alkaligehalt im Wasser löslich ist und sogar an der Luft flüssig werden kann, so ist es begreiflich, dass man in der Praxis, um ein gutes, dauerhaftes Glas zu erhalten, den Alkalien sovie] Kiesel einzuverleiben versuchen wird, als sie nur immer aufzunehmen vermögen.

Trotzdem entsteht auch unter diesen Umständen mit blosen Al- kalien(wie Kalk oder Natron) kein gutes Glas, sondern es muss noch eine andere Substanz hinzutreten, die ebenfalls fähig ist, mit der Kieselsäure ein Silicat zu bilden.

Andere Stoffe hat man noch nothwendig, um dem Glase gewisse Eigenschaften, als: Glanz, Härte, Farbe etc., zu geben. Wie bei Allem, so kommt auch hier der Kostenpunkt sehr in Frage. Wäre das nicht der Fall, so hätten wir in dem theuern Kali in Verbindung mit Kalk das beste Glasmaterial; so aber wird dasselbe theilweise oder ganz durch das billigere Natron ersetzt. Fensterscheiben und alle gewöhnlichen Glaswaaren bestehen aus Natronglas. Ein anderes wichtiges Rohmaterial ist das Bleioxyd. Bleihaltige Gläser zeigen einen hohen Grad von Politurfähigkeit, Glanz und Farblosigkeit.

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