352 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 43.
Die chemische Beschaffenheit des Glases.
Vortrag, gehalten im Photogr. Verein zu Hannover von Georg Alpers jun.
In unseren jetzigen Culturverhältnissen können wir uus keine Vorstellung darüber machen, welchen Weg die Entwicklung nicht nur bei uns, sondern auch ganz unabhängig von uns bei allen ge- bildeten Völkern der Erde gegangen sein würde, wenn das Glas nicht erfunden wäre.
Ohne dasselbe würde ein reiches Feld der Erfahrungen, wissen- schaftlicher, künstlerischer und technischer Erfolge gar nicht einmal existiren, welche zu erreichen uns nur mit Hilfe des Glases möglich geworden Ist. Ich brauche nur auf eine Art des Glases, auf die uns so unentbehrlichen Objectivgläser, aufmerksam zu machen.
Bei dem hohen Alter der Glasindustrie ist es nicht zu verwun- dern, dass wir von dem Entwicklungsgange derselben und von den Erfindern des Glases keine sichere Kunde haben.
Plinius erzählt uns Folgendes: Ein phönicisches mit Salpeter beladenes Schiff sei bei stürmischem Wetter an die Küste getrieben worden; die Schiffer hätten, um ihre Speisen zu kochen, da sie am Ufer nur Sand, keine Steine gefunden, einige Klumpen des Salpeters auf den Sand gelegt und ihre Kessel darauf gesetzt.
Da habe sich denn, nachdem sie ihr Kochen beendet, ein durch- sichtiges Etwas(welches wir Glas nennen) auf dem Boden gefunden und die intelligenten Schiffsleute hätten diese zufällige Entdeckung zu ihrem Nutzen auszubeuten verstanden.—
Da es nun durchaus nicht in den Rahmen unserer heutigen Ab- handlung passt, eine weitere geschichtliche Entwicklung der Glas- industrie zu erläutern, so will ich gleich nach diesem kurzen ge- schichtlichen Ueberblick zu dem Wesen und den Eigenschaften des Glases übergehen.
Wir müssen uns nun wohl zunächst fragen, was ist denn eigent- lich das Glas? Um diese Frage genauer zu beantworten, müssen wir uns erst mit einem bestimmten Körper beschäftigen, mit der Kieselsäure oder der Kieselerde.
Die Kieselsäure kommt sehr häufig in der Natur vor; sie findet sich in allen Gesteinen und nimmt an deren Zusammensetzung in beträchtlichem Maasse Theil, sodass sie sicher derjenige Stoff ist, welcher die grösste Masse von allen zur Bildung unseres Erdkörpers beigetragen hat. Das Quarz oder schlechtweg der Kiesel besteht aus nichts weiter als Kieselsäure.
Für die Glasfabrikation hat nun noch ein anderes Produet Wichtigkeit erlangt, das ist die Infusorienerde, die aus Kieselpan- zern untergegangener Thierchen besteht.— Das in der Kieselsäure entbaltene Element— das Silicium— lässt sich aus derselben aus- scheiden und es zeigt sich dann als braunes Pulver von wenig her- vorstechenden Eigenschaften.
In freiem Zustande kommt das Silicium in der Natur nicht vor und von der an und für sich geringen Anzah!l von Verbindungen, welche es mit anderen Elementen eingeht, ist zwar die Kieselsäure nicht die einzige, aber doch die bei weitem überwiegende. Die Glas- masse ist nun ebenfalls weiter nichts als ein Silicat, jedoch nicht
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