Jahrgang 
1889
Seite
321
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Nr. 39. Deutsche Photographen-Zeitung 1859. 321 Ich habe die Ehre, Sie hier zu begrüssen. Die Geschäftsführung des

Deutschen Photographen-Vereins, welcher in diesem für den Verein so hoch- bedeutenden Jubeljahr in Weimar seine Wanderversammlung abhält, hat vor einigen Tagen bei der Grossherzogl. Badeinspection hierselbst wie auch bei dem hiesigen Verschönerungsverein, dem Besitzer dieses Thurmes, den Besuch in Berka angemeldet. Als Vorstand der Badebehörde und als derzeitiger Vor- sitzender des Verschönerungsvereins habe ich die angenehme Pflicht und das Recht, den Deutschen Photographen-Verein hier zu empfangen und ich rufe Ihnen ein herzliches Willkommen entgegen. Gestatten Sie mir, dass ich diesem Willkommen noch einige Worte hinzufüge. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich den Deutschen Photographen-Verein hier begrüssen kann, denn dieser Verein repräsentirt eine Kunst, die zwar nur die geringe Lebensdauer von einem halben Jahrhundert hinter sich hat, die aber doch in der Lage ist, auf ein grosses, wechselvolles Feld fruchtbarer Arbeit zurückzuschauen. Ihre Kunst hat sich der heutigen Gesellschaft unentbehrlich gemacht, indem sie Aufnahmen von Menschen und Thieren, von Bauwerken und Landschaften macht und solche zu herrlichen Bildern gestaltet, welche den Einzelnen und den Familien, Vereinen und Corporationen als Andenken, als Schmuck der Häuser, als Zierde der Sammlungen dienen. Aber nicht nur auf dem oben angedeuteten Gebiete hat Ihre Kunst Grosses geleistet, sondern sie hat sich auch auf dem Gebiete der Wissenschaft und auf den vielverschlungenen Wegen ernster Forschung un- sterbliche Verdienste erworben, indem sie bei mancher wichtigen Errungenschaft auf wissenschaftlichem, namentlich naturwissenschaftlichem Gebiete als wichtiges Hilfsmittel segensreicher Förderung gedient hat. Was mir indess an Ihrer Kunst am Meisten gefällt und was ihr die höchste Bedeutung für alle Zeiten sichert, das ist, dass Ihre Kunst so innig und unzertrennbar verbunden ist mit der Wahrheit!!! Welche Kunst, welcher Zweig der Wissenschaft dürfte sich einer gleichen Eigenschaft rühmen!!

Deshalb, meine Herren, begrüsse ich Sie mit hoher Freude und wenn Sie nun den Thurm, das Besitzthum des Verschönerungsvereins, ersteigen und hinab- schauen auf das Städtchen, welches Sie durchwandern werden, und hinüberschauen zu dem schönen Wald, in welchem sSie sich heute Nachmittag nach der mühe- vollen Arbeit der letzten Tage erholen wollen, so nehmen sie mit Ihren kunst- geübten Augen ein Bild dieser Landschaft in sich auf und lesen unter diesem Bild die Worte: In Wahrheit willkommen!

Der Vorsitzende dankte dem Redner für das freundliche Will- kommen und bat die Versammelten, der Stadt Berka ein Lebehoch zu bringen, welches mit einem kräftigen Tusch der Musik ins Werk gesetzt wurde.

Hiernach bestieg man den, nach Ihrer Königl. Hobeit der Frau Erbgrossherzogin Pauline von Sachsen-Weimar benannten Thurm, der, weit über die Baumwipfel hinausragend, die ganze Gegend be- herrscht, d. b. bei hellem Wetter. Heute war dem leider nicht so, denn bisher habe ich vollständig vergessen dies zu berichten, das Wetter war trübe. Auf dem Thurme stehend, mühte man sich vergeblich etwas zu erspähen, denn graue und undurcbsichtige Wolkenschleier hingen, neidisch Alles verbergend, über Wald und Flur.

Unser sprachgewandter, landeskundiger Führer suchte uns für unser Missgeschick dadurch zu entschädigen, dass er, unserer Phan- tasie unter die Arme greifend, erzählte:Sehen Sie, meine Herr- schaften! da hinaus liegt das Schloss Tonndorf, weiter hinten, etwas links, erhebt sich der Riechheimer Berg, das dort, zwischen Bergen eingeklemmt, ist Tannroda mit seiner alten Burg, hier haben Sie Blankenhain und dort den Kaitsch. Sie können sich darauf verlassen, schloss er seinen interessanten Vortrag,Alles, was hinter den Wolken steckt, ist Gegend, nichts als Gegend.

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