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Nr. 38. Deutsche Photographen-Zeitung 1869. 311 Heit're Kunst, du stets getreue Heit're Kunst, du stets getreue Schöpf'rin echter Wirklichkeit, Schöpf'rin echter Wirklichkeit, Wachse, blühe und gedeihe Wachse, blühe und gedeihe Fernerhin zu aller Zeit. Fernerhin zu aller Zeit;
Wo du deinen segensreichen Dass du ganz die Welt eroberst, Schritt hinlenkst, wo schmerzbewegt Sie beglückst mit deiner Gunst, Lithograph und Maler weichen, Bist du stehst zu alleroberst
Sei gepriesen und gepflegt. Im Bereiche jeder Kunst.(P. D.)
Bezüglich der letzten Strophe erbat sich Hr. Prof. Dr. Bruno Meyer das Wort und sprach unter lautloser Stille in folgender Weise:
„Verehrte Festgenossen!
„„Den Künstler ziert Bescheidenheit!“
„Wenn uns daher in dem eben gesungenen Liede die Ehre angethan wird, uns den Künstlern beizuzählen, so wollen wir es auch an der rechten Bescheiden- heit nicht fehlen lassen; und da ist es vor allen Dingen erforderlich, dass wir uns der von der Natur gezogenen Grenzen unseres Vermögens bewusst sind und bleiben. Ich bin ganz gewiss der Letzte, der der Photographie von ihren be- rechtigten Ansprüchen etwas vergiebt. Und da ist es unfraglich, dass sie in manchen Beziehungen wird erfolgreich mit der Kunst in die Schranken treten, ja ihr sogar die Wege weisen können.
„Wo es auf unbedingt treue Wiedergabe von etwas schon Vorhandenem an- kommt, wird die Künstlerhand ihr das Feld räumen müssen. Keine noch so künstliche und hingebende Pflege wird meines Erachtens im Stande sein, den Kupferstich— von der selbstständigen Künstlerradirung natürlich abgesehen— also den Kupferstich als eine reproducirende Kunstgattung am Leben oder gar in Blüthe zu erhalten. Ich verstehe nicht, wo heutzutage noch Jemand die Ruhe und Selbstverleugnung herbekommt, zehn, zwölf Jahre seines Lebens über einer Kupferplatte zu brüten, um ihr die Fähigkeit beizubringen, Abdrücke zu liefern, deren Treue in der Regel sehr fragwürdig ist— wo die Photographie im Stande ist, zu demselben Ergebnisse mit unfehlbarer Sicherheit des Erfolges in kaum so vielen Tagen zu gelangen. Da kann der Ausgang des Wettstreites zwischen Menschenband und Sonnenschein auf die Dauer nicht zweifelhaft sein. Ob mir als Kunsthistoriker das Herz dabei blutet oder nicht, thut hier nichts zur Sache; aber ich kann es nur für Unkenntniss oder Selbsttäuschung erklären, wenn Je- mand diese einfache Sachlage zu leugnen oder zu beschönigen unternimmt. Und mehr oder weniger ähnlich steht es auf dem ganzen Gebiete der Reproduction.
„Nicht minder wird die menschliche Hand erlahmen müssen bei dem Versuche, die höchsten Ziele da zu erreichen, wo sie mit ihren Gebilden weniger darauf ausgeht, das künstlerische Gefühl zu befriedigen, als dem Sinne für Wahrheit und Wirklichkeit Genüge zu thun. Wie die Portraitphotographie in der Bildniss- kunst unleugbar einer gewissen schlichten Natürlichkeit zur unverbrüchlichen Geltung verholfen und also mitbestimmend auf den Stil einer hervorragenden Kunstgattung eingewirkt hat, so ist es unvermeidlich, dass die massenhaften und vielseitigen unmittelbaren Naturstudien der Photographie und namentlich der Momentphotographie, von den bescheidensten landschaftlichen Versuchen des Lieb- habers bis hinauf zu den staunenerregenden Arbeiten, die unser Anschütz zur gerechten Bewunderung Aller in überraschender Fülle auf der Ausstellung aus- gebreitet hat, der künstlerischen Darstellung kräftige Anregungen und beherzi- genswerthe Lehren geben werden.
„Ja, noch weiter hinauf, als es hierbei schon häufig in Frage kommt, wird der Photograph Gelegenheit haben und im Stande sein, eine der künstlerischen sehr ähnliche Wirksamkeit zu üben. Wir wollen uns die Bedeutung dessen gar nicht verkleinern lassen, was der Landschaftsphotograph thut, wenn er Motiv und Stellung, Beleuchtung und Begreuzung nach wohlverstandenen Grundsätzen und mit feingebildetem Gefühle wählt; oder was der Portraitphotograph leistet, der die höchsten künstlerischen Aufgaben der Characterisirung und der Ideali- sirung mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln, oft mit wunderbarem Gelingen, zu lösen versucht— von jenen noch schwierigeren und auch selteneren, im Falle des Erfolges aber nur um so rühmlicheren Bestrebungen zu geschweigen, welche sich in das Gebiet der künstlerischen Composition hineinwagen und gelegentlich solche Meisterstücke zu Tage fördern, wie sie uns hier z. B. Gottheil vorge- führt hat.
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