292 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 36.
Leute ein grosses Contingent zu solchen Bildern, zu denen ohne Widerrede, ja mit Vergnügen, die Erlaubniss zur Ausstellung ge- geben wird. Der Grundsatz, dass es unrecht ist, fremde Erzeug- nisse als die eigenen in den Schaukasten auszustellen, ist wohl überall anerkannt, und es wird namentlich von grösseren Firmen häufig dagegen protestirt, dass die kleinen Geschäfte sich dergleichen Sachen erlauben, indem sie Bilder, die im Kunsthandel käuflich zu erhalten sind, auf neue Cartons ziehen und dann in ihren Schau- kästen, gewissermaassen als ihre eigenen Producte, ausstellen. Dieses ganz entschieden verwerflich zu nennende Gebahren wird auch leider von einer Anzahl grösserer Firmen in der schmäblich- sten Weise ausgeführt. Uns sind Beispiele bekannt— wir können sogar Orte wie Leipzig anführen— in denen in sehr grossen Ge- schäften Bilder von Hamburger und Bremer Photographen ohne Namens- bezeichnung ausgestellt werden, sodass das Publicum unbedingt in dem Glauben erhalten wird, diese Bilder seien von der Firma am Orte selbst hergestellt. Diese Angelegenbeit ist bereits Gegenstand einer Besprechung im Vorstand des Deutschen Photographen-Vereins gewesen und wird noch näher behandelt werden. Es sollen bier geeignete Maassregeln ergriffen werden, um ja nicht das Sprichwort: „die kleinen Diebe hängt man auf, die grossen lässt man laufen“, zur Geltung kommen zu lassen. Derartige Firmen verdienten öffent- lich gebrandmarkt zu werden, damit sie an der Ausübung solcher Manipulationen gehindert werden und nicht die Früchte da ernten, wo Andere gesät haben.
Sprechsaal.
Unter dieser Rubrik stellen wir unsere Spalten Jedermann— soweit möglich— zur Meinungs- äusserung frei, dem nicht anonymen Einsender die Vertretung selbst überlassend.
Eikonogen.
Durch die Fragen 821 und 822 in Nr. 33, hauptsächlich jedoch durch die Ausführungen des Herrn H. Rkichter in Altenburg in Nr. 34 der D. Phot.-Ztg. über Eikonogen sehe ich mich veranlasst, einige Worte über den neuen Entwickler zu schreiben.
Sofort nach Empfang des Eikonogen-Prospectes bestellte ich das neue Product nebst schwefligs. Natron und ich war gleich beim ersten Versuch hocherfreut über die brillante Wirkung dieses neuen Entwicklers, sodass ich seitdem ausschliesslich mit demselben arbeite. Auf die vorzüglichen Eigenschaften des Eikonogens will ich nicht näher eingehen, da dieselben von Herrn C. Kindermann in Nr. 25 der D. Phot.-Ztg. voll und ganz gewürdigt sind. Nur bezüglich der Exposition muss ich, im Gegensatz zu Herrn Kindermann, bemerken, dass ich dieselbe mit Eikonogen-Entwickler im Verbältniss zum Oxalat um die Hälfte vermindern konnte. Für richtig exponirte Platten den Entwickler häufiger zu benutzen, finde ich unstatthaft. Bei überexpo- nirten Platten lässt sich solcher zum Entwickeln sehr gut anwenden.
Bezüglich der Frage 822 kann ich nur annehmen, dass der ge- ehrte Fragesteller überexponirt hat, da gerade Schleierbildung mir
bei Eikonogen fremd ist. Das Recept zum Entwickler ist ja im Prospect angegeben.
Nr. 9.
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