Jahrgang 
1889
Seite
282
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282 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 35.

Die Schnelligkeit der Endosmose der beiden Flüssigkeiten ist verschieden. Die Lösung des unterschwefligsauren Natronsilbers jst dichter wie die reine Fixirbadlösung, mithin tritt der Fall ein, welchen ich Ihnen mit dem Beispiel der Kochsalzlösung von 30: 100 darzustellen suchte, es dringt proportional der grösseren Dichtigkeit der austretenden unterschwefligsauren Natronsilberlösung mehr Lösung des Fixirnatrons ein.

Sind an der Papiermasse die Poren- und sonstige Structur- Verhältnisse der Endosmose günstig, so wird die Endosmose gut verlaufen, obwohl langsam; sind dagegen diese Verhältnisse ungünstig, so wird die Endosmose rasch und unter Bildung von Blasen vor sich gehen, da dann das Fixirnatron in Proportion zu der Dichtigkeit der Lösung des unterschwefligsauren Natronsilbers energisch ein- dringt und die Papiermasse auseinandertreibt. Die Blasen zeigen desbalb auch stets auf beiden Seiten Papiermasse, d. h., sie bilden sich nicht zwischen Albumin und Papier, sondern stets in der Papier- masse selbst.

Ich will hier gleich einschalten, dass trotz jabrelanger sorg- fältiger Ueberwachung jeder Klage auf Blasen es den Fabrikanten des Rohpapiers nicht gelungen ist, den Zustand des Papiers zu er- kennen, welcher volle Bürgschaft gegen Blasenbildung bieten würde, um die Fabrikation darnach in geeigneter Weise modificiren zu können.

Es 9ergiebt sich aus der Darstellung der Wirkung der Endosmose auf Albuminpapier, dass stark gesalzene Albuminpapiere zum Blasen- werfen stets leichter geneigt sind, als schwach gesalzene, da bei den starkgesalzenen Papieren eine grössere Menge Cblorsilber sich bildet und dann wieder in dem Papier beim Fixiren naturgemäss eine concentrirtere Lösung unterschwefligsauren Natronsilbers entsteht, deren Verdrängung durch Endosmose des Fixirbades ein der grösseren Dichtigkeit dieser concentrirteren Lösung proportionalen grösseren Quantums Fixirnatron bedarf. Dies ist der Vorgang beim Blasen- bilden im Fixirnatron.

Im ersten Waschwasser entstehende Blasen haben genau dieselbe Ursache. Anstatt dass zwischen den beiden als Membranen dienenden Oberflächen des Papiers, wie vorher, eine starke Lösung des Doppel- salzes unterschwefligsauren Natronsilbers sich befindet, haben wir jetzt fast nur einfache Fixirnatronlösung, in welcher allerdings noch

etwas des Silbersalzes enthalten ist. Der Vorgang ist genau wieder

derselbe; das Wasser hat eine grössere Membraneadhäsion, als das unterschwefligsaure Natron, welches ausserdem dichter ist. Fs diffundirt demnach ein Plus an Wasser, entsprechend der grösseren

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