Jahrgang 
1889
Seite
273
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Nr. 34. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 273

brenner ist. Derselbe ist sowohl für Gas- als Spiritus-Heizung ein- gerichtet. Diese Construction hat zwei der wichtigsten Vortheile der Maschine im Gefolge. Ersteus: rasches gleichmässiges Anbeizen der Walze in längstens 4 Minuten, und zweitens: absolutes Ver-

meiden des Schwitzens der Maschine.

Es wird hierdurch die grösste Sparsamkeit im Verbrauch an Brenn- material(Spiritus oder Gas) erzielt, und ferner dadurch, dass die Maschine sofort zum Satiniren bereit steht, ein Vortheil geboten, welcher z. B. beim Abholen von bis auf das Satiniren fertigen Probe- bildern recht in die Augen springend ist.

Die Verbrennungsproducte werden durch den Schorustein abge- führt. Dieselben bestehen grösstentheils aus Wasserdampf.

Der Schornstein hat einen tellerartigen Ansatz, auf welchem 6 8 Tropfen Spiritus verbrannt werden, damit sofort der Zug her- gestellt wird. Das Abführen der Verbrennungsproducte verhütet, dass die Wasserdämpfe sich an der kalten oberen Walze nieder- schlagen, wodurch das Putzen derselben wegfällt.

Um jedoch Schmutz und Staub von den Walzen zu entfernen, bedarf es keiner Aenderung der Walzen, weder Aufklappen noch Auseinandernehmen, da dieselben vollkommen frei liegen und wäh- rend des Betriebs geputzt werden können.

Die untere Walze liegt in Rothgusslagern, welche beweglich sind.

Die Lager ruhen auf starken Doppelspiralen. Diese Neuerung er- möglicht eine absolut gleichmässige Satinage, und auch obne an der Stellung der Walzen irgend etwas zu reguliren, ein Satiniren aller Cartonstärken, sowohl Visit als Cabinet und Boudoir. Die Reguli- rung der Spannung der Federn aundererseits geschieht durch mit einer Kette verkuppelte Schrauben(Centralstellung), wodurch eine ungleichmässige Spannung unmöglich ist.

Erwähnen wollen wir noch, dass bei dem Calandersystem ein Verkratzen der Bilder, ein Verschieben der Retouche, ein Stecken- bleiben zwischen den sich bewegenden Walzen, ein Verschmieren des Druckes der Karten, sei es Lithographie oder Goldtiefdruck, absolut unmöglich ist.

Die Maschine selbst ist hochelegant gebaut, die blanken Theile vernickelt und das Uebrige lackirt; dabei ist die Construction solid und das verwandte Material das beste.

Die Degradateure

waren auf einem Tableau ausgestellt, welches gleichzeitig damit her- gestellte Copirproben zeigte.

Die Degradateure sind schon einmal an dieser Stelle besprochen worden und ausserdem auch wohl in den meisten Ateliers in Ge- brauch. Die von der Firma Friedricb Müller, Hofphotograph, Mün- chen, gelieferten Abtönungsproben mit den Degradateuren waren auf Albuminpapier der ausstellenden Firma Julius Formstecher, Offen- bach a. M., copirt und zeigten gleichzeitig die Qualität des Form- stecherschen Email-Doppel-Albuminpapiers.

(Fortsetzung folgt).

VÕx