Jahrgang 
1889
Seite
241
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Nr. 30. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 241

Jeder, der sich mehr als versuchsweise mit der Herstellung von

aumudemdhſ hositiven auf Bromsilberpapier beschäftigt, wird mir gewiss bestä- ig ehe tigen, dass der bisber dafür gebräuchlichste Entwickler, Eisenoxalat, Kh zwar recht schöne Resultate giebt, doch aber immerhin auch seine g. Debelstände hat. Ich erwähne nur die, trotz peinlichster Sorgfalt doch zuweilen vorkommenden gelben Eisenflecken, vor allem aber de. seine Kostspieligkeit, wenn man für die Entwicklung grosser Blätter 8I. n den grössere Quantitäten verwenden muss. An die Verunreinigung der sSchaalen, Mensuren und Hände hat man sich ja fast schon gewöhnt, empfindet sie aber doch immer unangenehm. 1 Begierig hat daher wohl s. Z. mancher zum Hydrochinon ge- süber Pqjia griffen, doch hat meines Wissens nichts von einer allgemeineren 1nn. 3 Anwendung desselben für Papier-Hervorrufung verlautet, was mich nicht Wunder nimmt, denn die äusserst langsam vor sich gehende ist ein ales e Entwicklung erfordert viel Zeit, die heutzutage mehr als je Geld ist. er oder gpite ne Auch der hohe Preis des Hydrochinons hat wohl Manchen abge- raph salte unii schreckt, denn so viel auch der mehrmalige Gebrauch desselben Ent- 4 präten i wicklers empfohlen wurde, wirklich contrastreiche Bilder mit guten ‧ſſͤ Weissen habe ich stets nur mit frischem, nur einmalig zu gebrau- Bea udiedens chendem Entwickler erhalten. In der Praxis ist daher wohl heute Demarmnehsat ſünn noch vorwiegend Eisenoxalat in Gebrauch, trotz seiner Maàngel. vas wirtlid Gus Eikonogen aber dürfte ihn binnen Kurzem aus dem Felde schlagen. unter veiehen k Im Prospecte, welchen die Fabrik ihrem Fabrikat beigiebt, ist platten neue Nühnan vorgeschrieben, Negative erst in altem Entwickler hervorzurufen und gesetzt vurdes ul dann in frischem zu kräftigen. Wie in Nr. 25 nachgewiesen wurde, gstbekaunter Reaad ist dies nicht richtig, sondern frischer Entwickler wird stets die gallol und Hrdraan besseren Resultate geben, nur bei überexponirten Platten wird man enoxalat muhkan gut thun, mit gebrauchtem Entwickler die Lichter anzurufen und atel auspesant he dann in frischem zu vollenden.

Anders bei der Papier-Hervorrufung. Hier wirkt nach Vor- schrift angesetzter Entwickler frisch zusammengemischt viel zu ente nieht aale. energisch und greift selbst bei kurzer Exposition die Weissen rasch 1 an, So dass man bei noch so raschem Abbrechen der Entwicklung doch ein monotones, wirkungsloses Bild erhält. Da das Eikonogen ein bis dato unbekannter Stoff ist, so wagte ich nicht, in den vor- gesebriebenen Verhältnissen beim Ansetzen etwas zu verändern, son- nn dern beschränkte mich darauf, den frischen Entwickler zu verdünnen. von ihm nftenn Zu meinen Versuchen benutzte ich Eastmanpapier; da dasselbe von n neuesteu èm mittlerer Empfindlichkeit, gestattet es mehr Gleichmässigkeit und

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ogen. 9 bessere Beurtheilung der Expositionen. Entwickler mit Wasser zu lessen HerKuuf u, gleichen Theilen verdünnt ergab nun allerdings schon ein besseres asvolles Dundnn Bild, welches aber einem gleich lang exponirten und mit Oxalat ent- e beddeuteuie lin, wickelten bedeutend nachstand, indem die Weissen jetzt hart und vehon jetet ia kreidig waren, die Schatten dagegen einen unangenehmen grünlichen lesen Mün Stich zeigten, welcher weder durch Klàrungsbad(Wasser mit 3% mieh heute unn Essigsäure), Alaunbad. noch durch mit Salzsäure angesäuertes Wasser Konoger ar ün wegzubringen war. Bromkalizusatz vermehrte die Härte, ohne die Schatten zu schwärzen.

Fe Da auf diesem Wege wenig Aussicht vorhanden war, zum Ziele

zu kommen, so versuchte ich einen gebrauchten Entwickler, und zwar nahm ich einen solchen, worin bereits ein Negativ hervorgerufen war.