Jahrgang 
1889
Seite
231
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Nr. 28. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 231

jedoch gebe ich der Vermuthung Raum, dass das Salz im Eiweiss viel- leicht nicht genügend gelöst ist, dass noch kleine Crystalle zurück- bleiben, welche bei dem späteren Verarbeiten sich dann lösen, mit dem Natron eine Verbindung eingehen und dadurch die Blasen er- zeugen. Für diese Annahme spricht die verschiedenartige Grösse der Blasen. Schliesslich verweise ich noch auf die Blasen, die man früher in den Gelatinetrockenplatten hatte. Man hat diesem Uebel ab- geholfen, warum soll es nicht auch mit dem Albuminpapier gehen?!

Berlin, d. 28. Juni 1889. Herrn K. Schwier, Weimar.

Veranlasst durch die vielen Klagen, welche in letzten Jahren über die wenige freie Zeit der Photographen-Gebilfen laut geworden sind, erlauben wir uns, Sie zu bitten, nachfolgend besprochene Sache auf der Wanderversammlung oder in der D. Phot.-Ztg. zur Sprache zu bringen.

Sollte es den Herren Principalen nicht möglich sein, sich dahin zu vereinbaren, dass Sonntag nachmittags, vielleicht von 1 Uhr ab, die photographischen Geschäfte geschlossen blieben? Wir zweifeln nieht, dass mancher Principal, welcher jetzt, nur durch die Con- currenz veranlasst, sein Atelier auch Sonntag nachmittags geöffnet hält, mit Freuden eine Gelegenheit ergreifen würde, durch welche ihm, wie seinen Gehilfen ein paar freie Stunden verschafft würden. Denn wenn man es unparteiisch betrachtet, hat ein Phot.-Gehilfe doch ein ziemlich trauriges Loos, d. h. was das aussergeschäftliche Leben anbetrifft; meistens ist er doch uur auf die Abendstunden angewiesen, ausgenommen vielleicht die wenigen grossen Feiertage. Anstatt, wie doch jeder Arbeiter, nach einer Woche ſfeissigen Schaffens einen Tag ruhen zu können, um die kommende Woche mit neuen Kräften zu beginnen, muss er gerade am Sonntage sich gewöhnlich mehr anstrengen als sonst, und sehnt er sichb nach Sechluss des Geschäfts nach frischer Luft, dann geht er hinaus, wenn andere Leute heimkehren, oder er ist angewiesen, da die Zeit ihm vielleicht nicht mehr erlaubt, die Umgegend aufzusuchen, die paar Stunden in dumpfigen Räumen und Bierballen zuzubringen, wenn er noch Gesellschaft finden will. Den Herren Principalen ergeht es wohl oft nicht viel besser, doch steht den meisten derselben ja ihre Familie zur Verfügung.

Ein Mensch, der weiss, dass, wenn er eine Woche gearbeitet hat, ihm auch ein paar freie Stunden bescheert sind, schafft sicher mit froherem Muthe, als wenn dieses nicht der Fall ist, und hat der betr. Principal doch auch wieder den Nutzen davon.

Da die Einführung, dass Sonntags nachmittags die photogra- phischen Geschäfte geschlossen bleiben, aber wohl nur möglich wäre, wenn sie eben allseitig angenommen würde, so wenden wir uns an Sie, geehrter Herr Schwier, da Sie in allen photographischen Kreisen bekannt und geschätzt sind und deshalb die Sache von Ihrer Seite am erfolgreichsten angebahnt werden kann. Wir hoffen, dass Sie Alles durchdenken und an geeignetem Orte zur Sprache bringen werden; denn wir dachten nicht an solche Leute, welche sich nur