n„0 1 A 8- 1 n 18 Dreau
A. Nam 1. 4 esf eor
lek 10
G
; N
SrAjaht. 1 ¹
Nr. 28. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 227 Lesezirkel 1889. Es gelangten zur Versendung am 9. Juli: Turnus r. TPurnus Nr. I. Phot. Correspondenz 346 VIII. Phot. Times 405 II. Dieselbe. do. Bullet. de la Soc. Franc. 6 V. Phot. Archiv 625 IX. Moniteur de la Phot. 13 Phot. Notizen 294 X. Phot. News 1609 VI. Phot. Archiv 625 V XI. Brit. Journal 1522 VII. Phot. Wochenblatt 25— 27 XII. Anthony's Bullet. 12
Der künstlerische Werth photographischer Portraits und deren Kaufpreis in den Augen des Verfertigers und in denjenigen. des Bestellers. b Von K. Boeck, Rostock. (Preisgekrönt von der Redaction der D. Phot.-Ztg.) (Schluss.)
Der Zweck dieser wie gesagt nur annähernden Calculation ist erfüllt, wenn junge wenig bedachte Leute dadurch einigermaassen zur Vorsicht bei Gründung einer Häuslichkeit, eines photographischen Geschäftes gemahnt werden— denn es wird weder überall der an- genommene Preis von 5 Mark für das Halbdutzend gezahlt, noch finden sich gleich 1200 Besteller in einem neuen Geschäfte ein. Wieviel tüchtige Photographen sahen ihr junges Unternehmen ver- krachen, weil sie zu optimistisch calculirt und auf den in den An- schauungen des Publicums eingetretenen Umschwung in Bezug auf den Kaufpreis— früheren Zeiten gegenüber— nicht hinlänglich geachtet batten! Ein solcher Umschwung ist aber nicht wegzu- läugnen— wenigstens nicht in Bezug auf das grossstädtische Publicum.
Jedem Photographen, der auf angemessene Honorirung seiner mit Material bester Gattung erzeugten Bilder hält, wird wohl schon mit der Bemerkung begegnet sein: er sei„zu theuer“; gewöhnlich wird dann die Drohung hinzugefügt:„da fahre ich doch lieber nach X., dort bekomme ich das Dutzend für 3 Mark!“ Das Zweck- mässigste ist dann gewöhnlich„glückliche Reise!“ zu wünschen, um den witzigen Kunden baldigst wiederkommen zu sehen. Aber nicht allein mit diesen dunkeln Gerüchten von fabelhafter Billigkeit „anderswo“ hat der Photograph allerorten zu kämpfen, auch ge- wisse Producenten von Trockenplatten und Amateur-Apparaten lassen es sich angelegen sein, durch auffällige Reclamen die schein- bare Billigkeit des photographischen Ausgangsmaterials, die Leich- tigkeit von Erzielung der„schönsten“ Bilder„ohne alle Vorkennt- nisse“ in einer Weise dem Publicum vorzuführen, dass in jedem Leser soleher Enthüllungen die Meinung auftaucht: er bezahle seine Bilder noch viel zu theuer. Das in früheren Zeiten dem unaufge- klärten Publicum gegenüber so geheimnissvolle Wichtigthun mit der kostbaren Platte verfängt nicht mebr recht, um so weniger als gar manche Photographen der Versuchung nicht widerstehen können, ihr Negativ frisch aus dem Fixirbade dem Kunden vorzuführen und damit nur zu erzielen, dass der Aufgenommene mit dem unbehag- lichen Gefühl verschwindet einem gesprenkelten Kameruner ver-


