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216 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 26.
Untersuchung, dass viele zu Tage tretende Misserfolge oft nur an einer kleinem Geringfügigkeit liegen, welcher leicht abzuhelfen ist.
Ausstellung an der k. k. Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproductionsverfahren.
Seit der Eröffnung der k. k. Lehr- und Versuchsanstalt für Photo- graphie und Reproductionsverfahren in Wien hat sich eine sehr grosse Anzahl von photographischen Schülerarbeiten ergeben, sodass eine Ausstellung der an der Anstalt hergestellten photographischen Drucke und Zeichnungen zum Schlusse des Schujjahres in Aussicht ge nommen ist. Es werden in mehreren Sälen der Anstalt, VII, West- bahnstrasse 25, die Arbeiten aus Portrait- und Landschaftsphoto- graphie, Reproductionsphotographie, Pigmentdruck, orthochromatischer Photographie, Lichtdruck, Zinkätzung, Photolithographie, Mikro- photographie ete., sowie die letztjährigen Leistungen der Schüler in der Zeichen- und Retouchirschule(Positiv- und Negativ-Retouche) aus- gestellt werden und zwar vom 7. Juli bis inel. 15. Juli.
Eikonogen.
Weitere eingehende Versuche haben ergeben, dass die besten Resultate mit nur frischer Lösung, welcher einige Tropfen des be- kannten Gaedicke'schen Beschleunigers(1 g Fixirnatron, 6 g Brom- kali, 70 ccm Wasser) zugesetzt sind, erzielt worden. Auf eine Platte 132c18 ca. 6— 8 Tropfen.
Hamburg, den 25. Juni 1889. C. Kindermann.
Fragekasten.
Fragen.
812) Wie kommt es, dass das Borax-Goldbad, nachdem die gut aus- gewaschenen Bilder eine Zeit lang in demselben liegen, milchig wird?
Antworten.
Zu Frage 805: Dem Fragesteller von Nr. 805 zur gefl. Nachricht, dass Der- jenige erst geboren werden muss, der die photographischen Abfälle ungesehen zu schätzen versteht. Die beste Verwerthung ergiebt sich durch Einschickung an eine renommirte Affiniranstalt.
Zu Frage 810: Blasen im Albuminpapier lassen sich am besten durch das von Herrn Houdess, Firma Dr. Kurz in Wernigerode, angegebene Mittel entfernen: Nach dem Golden legt man die Bilder einzeln in Alkohol bis sie davon ganz durchdrungen sind und glasig erscheinen. Ein anderes Mittel ist, die Bilder nach dem Fixiren erst in eine dünnere Natronlösung zu legen und hieraus nach einiger Zeit erst in Wasser.
Zu Frage 810 verweist Herr Romain Talbot auf das in dem betr. Inserat heutiger Nummer angebotene Mittel von Doczy& Co.
Berichtigung. In Nr. 24, Seite 191, 4. Zeile von oben, muss es bei Herrn S. D. Perl statt
„Cartonnagen-Fabrik“ heissen: Photographie- und Goldschnittkarten-Fabrik.


