Jahrgang 
1889
Seite
178
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Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 21.

Vermischtes.

Waschen von Albuminbildern.

Mr. W. R. Burton veröffentlicht im British Journal folgende Methode, auf rasche und gründliche Weise das Fixir-Natron aus Albuminbildern zu entfernen.

Nachdem die Bilder wie gewöhnlich fixirt sind, nimmt man die- selben nicht aus der Schaale, sondern giesst die Lösung ab, lässt abtropfen und giesst warmes Wasser auf; dann nimmt man die Bilder auf einmal heraus und bringt sie in eine zweite Schaale, mit Kkaltem Wasser gefüllt. Dieses wird wieder, wie erst die Natron- lösung, abgegossen und durch warmes ersetzt u. s. w. Nachdem zum dritten und letzten Male warmes Wasser angewandt ist, kommen die Bilder in ein tiefes, mit kaltem Wasser gefülltes Gefäss. Erst schwimmen dieselben auf der Oberfläche, aber nach und nach sinkt eines nach dem anderen auf den Grund. Wenn das letzte gesunken ist, sind die Bilder genügend gewaschen und wird man bei genauester Untersuchung nicht die geringste Spur Natron in denselben ent- decken können.

Diese Methode bringt durch den wechselnden Gebrauch von heissem und kaltem Wasser den Vortheil, durch die Zerstreuungs- tendenz, welche zwischen mischbaren Flüssigkeiten verschiedener Temperatur besteht, das Natron zu entfernen.

Bezüglich des Wärmegrades des angewandten Wassers ist es, soweit es durchgreifenden Erfolg anbetrifft, je heisser desto besser. Fast kochendes Wasser bringt den Albuminbildern noch keinen Schaden, aber abgesehen von der Unannehmlichkeit, beim Heraus- nehmen sich die Finger zu verbrennen, wird man finden, dass in zu heissem Wasser das Papier zu weich wird und zu leicht reisst. Eine Temperatur von 30 50 R. ist empfehlenswerth. Dieses Verfahren ist angezeigt, wenn man 2 3 Dtzd. 252130 oder doppelt so viele Cabinetbilder zu waschen hat, was ungefähr eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Bei grösseren Quantitäten ist die Me- thode zu umständlich. L. P. P.

pragekasten.

Fragen.

800) Wodurch entstehen die weissen transparenten, unregelmässigen Flecken in Trockenplatten? Dieselben sind oft fast über die ganze Platte aus- gesät, von der Grösse eines Stecknadelkopfes bis zu der einer kleinen Erbse, zeigen sich jedoch erst im Negativ und sind auf der unentwickelten Platte in keiner Weise wahrnehmbar. Ich habe dieselben auch bei als mit gut und fett- frei erprobter Gelatine und bei mit Eiweiss geklärter Emulsion erhalten. Was hat man zur Vermeidung derselben bei Anfertigung der Emulsion resp. dem Giessen der Platten zu beobachten?

801) Welchen, der Qualität der Platten nicht nachtheiligen, Zusatz hat man bei der Emulsion zu machen, damit das Fixiren der Platten schnell vor sich geht?

802) Ist es vortheilhafter bei der Bereitung von Chlorsilber-Collodion das Papier zweimal zu überziehen und wie wird dies in den meisten Geschäften

ausgeübt?

a . I

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