Jahrgang 
1889
Seite
172
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172 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 21.

1) Zur Bewerbung ist jeder Photograph zugelassen, ob derselbe Mitglied des D. Phot.-Vereins ist oder nicht.

2) Die Aufnahmen sollen auf Gelatine-Trockenplatten gefertigt sein.

3) Es sind mindestens 12 verschiedene Bilder, Portraits in Cabinetformat, einzusenden, welche auf Cartons oder Tableaux einzeln oder zusammenhängend, ohne dass die Firma sichtbar sein darf, mit der BezeichnungChlorsilbergelatinedruck versehen sein müssen.

Die Bilder dürfen eingerahmt oder uneingerahmt sein, unter allen Umständen jedoch ohne Verglasung.

4) Die einzelnen Arbeiten sind mit einem kurzen Motto zu ver- sehen und ein verschlossener Umschlag, welcher den Namen des Aus- stellers enthält, muss dasselbe Motto tragen.

5) Die Concurrenz-Arbeiten zu dieser Stiftung sind vom 15. bis zum 20. Juli mit der Bezeichnung:Für die Dr. A. Kurz-Stiftung an den Vorsitzenden des D. Phot.-Vereins, Herrn Karl Schwier in Weimar, einzusenden.

6) leh lege den Hauptwerth auf Tagesarbeiten und zwar in erster Linie auf einen schönen, saftigen, gleichmässigen Ton und hohen Glanz, welcher letztere nur mit der Heisssatinirmaschine erzeugt sein darf.

7) Die Beurtheilung geschieht während der Wanderversammlung in Weimar von einer Commission von drei Personen, davon wählen je eine Person der Stifter, der Vorstand des D. Phot.-Vereins und die Wanderversammlung.

Der Vorsitzende des D. Phot.-Vereins kann der Commission als Zuhörer resp. Leiter der Abstimmung beiwohnen, jedoch nur mit berathender Stimme.

8) Die ausgestellten Bilder sind der Wandermappe des D. Phot.-

Vereins zu überlassen.

9) Nach Zuerkennung resp. bei Verkündigung des Preises werden die Umschläge geöffnet und die Namen bekannt gegeben.

10) Die Preisträger haben vor Empfang der Preise dem Vor- sitzenden schriftlich oder mündlich auf Ehrenwort zu versichern, dass sie den vorstehenden Bedingungen entsprochen haben.

Wernigerode a. Harz, im April 1889.

Dr. A. Kurz.

Unsere Kunstbeilage.

Im Anschluss an die s. Z. in Nr. 5 und 15 d. J. gegebenen Kunst- beilagen geben wir unseren geschätzten Lesern eine der in Nr. 11 d. J. besprochenen Blitzaufnahmen unseres verehrten Mitgliedes Herrn Gottbheil in Königsberg. Da dieses Blatt entschieden auf hohen künstlerischen Werth Anspruch machen kann, so haben wir auch die bedeutenden Kosten nicht gescheut und das Blatt trotz der hohen Auf- lage(2300) in Heliogravüre herstellen lassen. Wir hoffen damit den Beifall unserer geehrten Leser zu erlangen. Ueber die Art der Auf- nahme selbst ist das Folgende zu sagen:

Gottheil arbeitet mit dem Schirmschen Beleuchtungsapparat und zwar ist die Anordnung des Apparates die der beifolgenden Fig. 1.

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