Jahrgang 
1889
Seite
156
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156 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 19.

den bierfür die Herren Bernitt jr., Kleiner, Köster, Noack und Wettern in Vorschlag gebracht. 3

Zur Verlesung gelangen 2 Briefe der Ausstellungs-Commission. Der erste betrifft zunächst die für Mitarbeiter ausgesetzten Preise, und wie gemeldet wird, so ist bereits in einem früheren Verzeichniss der Preise Erwähnung gescheben.

Wegen der Jury wird vor der Hand noch nichts unternommen, da die bezüglichen Berathungen der Ausstellungs-Commission erst nach Eröffnung der Ausstellung beginnen.

Der zweite Brief beantwortet die Entgegnung, welche von der Photogr. Ges. zu Hamburg-Altona zur SacheSchnellphotographie auf der Ausstellung gemacht wurde, und werden die ertheilten Winke dankend angenommen und jedeufalls günstigen Einfluss haben.

Herr Wettern theilt mit, dass Herr Dr. Albert, München, sich noch an der Ausstellung mit farbigem Druck zu betbeiligen wünscht. Da noch ein 1 Platz vorhanden und von Niemandem Einsprache er- hoben wird, so steht der Betheiligung nichts im Wege.

Es werden von Herrn Wettern Formulare vertheilt zur Aus-

füllung, ob die Ausstellungsobjecte versichert werden sollen oder

nicht. Die Herren Hundt und Gerlich bestätigen als Revisoren der Unterstützungscasse dieselbe stimmend befunden zu haben, sodass nach reichlich gewährten Unterstützungen noch ein Saldo von 158 Mk. vorbanden. In der nächsten Versammlung wird zur Neu- wahl der. Verwalter der ÜUnterstützungscasse geschritten werden. Herr Horbelt, in Firma Wimmel& Horbelt, wird als Mitglied auf- genommen. Schluss der Versammlung 10 ¾ Uhr.

Priester, z. Z. prot. Seer.

Von der vorstandssitzung zu Weimar.

Ausser den schon besprochenen Gegenständen hatte weiter Herr

Johann Peper, Rathsherr und Kaufmann zu Wilhelmshaven, ein

Exemplar seiner neuen Ladencasse eingesandt.

Diese Casse hat eine eigenthümliche Construction, durch welche nach Angabe des Erfinders ein wirksamer Schutz des Principals gegen Veruntreuungen und Versehen, des Verkäufers gegen unbe- gründete Verdächtigungen, des Käufers und des Publicums gegen Ver- sehen und uurichtige Berechnungen, der Herrschaften gegen Be- trügereien der Dienstboten erreicht werden soll. Nach unserer An- sicht sind diese Versprechungen erfüllt. Wir wollen die Ein- richtung der Ladencasse hier kurz beschreiben.

Dieselbe besteht aus einer auf den Tisch etc. festgeschraubten Casse, die oben auf dem Deckel 2 Oeffnungen hat. Die eine Oeffnung dient zum Einstecken der Cassenzettel, die andere zum Einwerfen des eingenommenen Geldes. Diese letztere Oeffnung führt nach unten, wo sich eine von dem betr. Verkäufer verschliessbar ge- haltene Schublade befindet. Der ganze Deckel ist zum Aufklappen und verschliessbar, den Schlüssel dazu besitzt der Geschäftsinhaber. Der Verkäufer erbält zu Anfang eine gewisse Summe als Wecbsel-