Jahrgang 
1889
Seite
141
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Nr. 77. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 141

Mittheilung aus dem chem.-techn. Laboratorium der technischen Hochschule zu Braunschweig.

Uéber Blitzlicht und Blitzlicht-Aufnahmen.

Von Prof. Dr. Max Müller.

knüpft. Batterie dort mitzuführen, wo Blitzlichtaufnahmen erfolgen sollen; der ganze Apparat ist eben nur schwer transportabel. daher bemüht, einen einfacheren Apparat zu construiren, mit Hilfe dessen man leicht und sicher auf pneumatischem Wege die Zündung vornehmen kann. Es ist mir dieses auch in zufriedenstellender Weise gelungen und ich werde, nachdem einige noch vorbandene kleine Mängel beseitigt sind, die Construction des in Frage stehen- den Apparates mittheilen. Wer viel Blitzlichtaufnahmen gemacht hat, wird mit mir darin übereinstimmen, dass die so erzeugten Bilder einen hohen künst- lerischen Werth besitzen. So herrliche Spitzlichter, wie man sie

hier ohne jede Schwierigkeit erhält, würden im Atelier bei diffusem Tageslichte gar nicht zu erzielen sein, ausserdem heben sich durch die keineswegs zu kräftigen Schatten die Gegenstände wirkungs- voll von dem Hintergrunde ab, wodurch das Bild überraschend an Körperlichkeit gewinnt. b

Von grosser Wichtigkeit ist die Wahl der Objective. Da die Aufnahme nur aus grosser Nähe und mit lichtstarken Instrumenten erfolgen kann, so liegt es nabe, hierzu Portrait-Objective mit grosser Blendenöffnung zu benutzen. Will man nur Kopf- oder Brustbild einer einzelnen Person fixiren, so wird man vortheilhaft so ver- fahren, sollen aber Gruppen aufgenommen werden, so muss man zu Objectiven, welche einen bedeutenden Bildwinkel besitzen und die bei grosser Oeffnung correcter zeichnen und mehr Tiefe als Portrait- Objective baben, seine Zuflucht nehmen. Ich benutze zu Gruppen- Aufnahmen Weitwinkel-Euryskope von Voigtländer und bin damit ganz ausserordentlich zufrieden. Selbstverständlich ist hier eine stärkere Lichtquelle als das Aufblitzen einer grösseren Menge Blitzpulvers erforderlich.

Für die Wirkung des Bildes ist es von Wichtigkeit, in welcher Entfernung von den aufzunehmenden Personen oder Gegenständen die Verpuffung der Magnesiumpulver-Mischung erfolgt. Nimmt man den Abstand nur gering(etwa 12 m), so treten breite Schatten, die einen unnatürlichen Eindruck machen, störend auf. Ebenso schädigt man die Wirkung, wenn an verschiedenen Punkten zu gleicher Zeit Blitze erzeugt werden. Ich ziehe es vor, immer nur eine starke Lichtquelle zu verwenden und placire diese stets in