Jahrgang 
1889
Seite
140
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140 Peutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 17.

Nr. 43 der D. Phot.-Ztg. 1887 beschrieben. Nur ist der Perutzsche

Momentverschluss einfacher, während beim Prigge& Heuschkelschen Verschluss eine Reihe Lamellen von innen nach aussen öffnen und gleichzeitig eine andere Reihe Lamellen von aussen nach innen schliessen, ist bei dem perutzschen Verschluss nur eine Reihe von Lamellen vorhanden, welche sich von innen nach aussen öffuen und sogleich wieder von aussen nach innen schliessen. Die Be- lichtung geht also auch hier von der Mitte des Verschlusses aus und erstreckt sich von dort aus gleichmässig. Insofern giebt also der Verschluss ein gleichmässigeres Bild; nach unserer Anaicht würde es aber vortheilhafter sein, wenn sich der Verschluss auch au Stelle der Blenden anbringen liesse. Der Verschluss ist wie folgt construirt:

N. 7

Die Schraube B enthält die Feder zum Aufziehen und wird nach rechts angedreht. Der Knopf A, soweit nach links gedreht, als mög- lich, liefert die rascheste Exposition. Beim Druck auf den Kautschuck- ball wird der Verschluss ausgelöst und die Lamellen(3 an der Zahl) öffnen und schliessen sich. Bei C ist ein Knopf, der durch Umdrehen die Geschwindigkeit regulirt, steht die Marke auf 0, 80 ist die Zeit die geringste, bei 9 die längste. Sobald der Ver- schluss auf Zeit exponiren soll, wird der Knopf A gelöst, so weit nach rechts geschoben, als möglich und dann wieder an- geschraubt. Beim Druck auf den Ball öffnet sich dann der Verschluss und bleibt so lange geöffnet, bis ein zweiter Druck erfolgt, der wieder schliesst. Die Einrichtung des Verschlusses gestattet nach einmaligem Aufziehen mebrere Expositionen hinter einander, von denen jedoch die erste stets die kürzeste ist. Es erscheint daher, um gleichmässige Resultate zu erzielen, richtiger, den Verschluss jedesmal ganz aufzuziehen. I Der Preis des Verschlusses ist für Objective bis 33 mm Oeffnung Mk. 55, 48» 635.