Jahrgang 
1889
Seite
111
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Nr. 13. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 111

Portraits gestellten Preise mit Recht zu behaupten, weil eben der künstlerische Werth vielmehr maassgebend ist.

Die körperlichen und geistigen Arbeiten eines Menschen sind, wie schon einmal bemerkt, in der Regel höher zu berechuen, als das zur Verwendung gekommene Material, was besonders auch in der Photographie der Fall ist. Man kann wohl sagen, dass die körperlichen Anstrengungen ziemlich milder Natur sind, nur bedarf es oft grosser Ausdauer und Geduld, was die Arbeit theilweise schwierig macht. Um nun eine körperliche Arbeit zu verrichten, ist es erforderlich, Willen und Fähigkeit zu besitzen, welche Eigen- schaften ihren Ursprung im gesunden Geiste haben und die geistige Arbeit bilden. Diese ist es nun, welche, wie in vielen Fächern, so auch in der Photographie in hohem Maasse in Anwendung kommen muss und zwar um so höber, je höber die Ansprüche gestellt werden. In der Photographie kann nicht maschinenmässig resp. mechanisch gearbeitet werden, Alles ist künstlich im wahren Sinne des Wortes herzustellen, weshalb wir verpflichtet sind, das bei Er- lernung des Faches in unserem Besitze befindliche Talent nach besten Kräften auszubilden, um einmal die Arrangements, geschmackvoll und die Processe mit Verständniss zu leiten, denn

Uuwissenheit ist Gottes Fluch und Wissen Der Fittig, der in den Himmel uns erhebt! (Shakespeare, Heinrich IV.)

Wir haben in der Photographie eine grosse Anzahl Vorgänge, die wohl infolge chemischer Verbindungen nach den Naturgesetzen allein vor sich gehen, aber doch vom Arbeiter beaufsichtigt werden müssen, welcher dazu Zeit und geistige Bildung besitzen muss. Zeit ist Geld! Sie ist gewissermaassen ein Capital, in dessen Besitz jeder Mensch ist, das er den ihm anvertrauten Arbeiten zur Verfügung stellt und dafür Zinsen erbàlt. Dasselbe ist auch mit der geistigen Bildung der Fall, auch sie ist ein Capital, das an den permaneuten Bildungsstätten und in der Schule der Erfahrungen zu sammeln ist. Je reichlicher wir uns mit Bildung versehen haben, um so höheren Anforderungen können wir genügen, um so höherer Zinsgenuss wird uns geboten, weil wir in der Lage sind, dem Erzeugniss den ge- bührenden Werth zu verschaffen und zu respectiren.

Sind wir nun bestrebt, weiche, schön modulirte Portraits zu schaffen, so stossen wir zuweilen auf Schwierigkeiten, wenn gerade soleches Publicum zu unserer Kundschaft zählt, welches harte Bilder liebt. Es herrschen dann der Thatsache ganz entgegengesetzte An- sichten, indem der Besteller den Werth eines harten Bildes höher schätzt, als den eines weichen, der Preis aber wird derselbe bleiben, gleichviel ob die Bilder hart oder weich gewünscht werden. Dass nun aber bei niedrigem Preise die Portraits meistens einen ent- schieden geringeren künstlerischen Werth besitzen, liegt klar auf der Hand, weil dann mehr geschaften werden muss, um den Gewinn zu erzielen, der eine Existenz zulässt, infolgedessen eine sorgfältige Die Zeit, welche uns zur Ver- fügung steht, bleibt immer dieselbe, das einzige Mittel etwa viel vorhandene Arbeit zu bewältigen, besteht darin, mehr Kräfte beran- zuziehen, an die aber auch nicht hohe Anforderungen zu stellen