Jahrgang 
1889
Seite
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78 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 9.

nur in frischem Natron und zwar nicht allzu lange fixiren, da sie sonst leicht einen gelblichen Ton erhalten, der bei der Uebertragung auf Porzellan oder Milchglas sich unangenehm bemerkbar macht. Um das Bild zu übertragen wird der Gegenstand, der als Bildträger dienen soll, zunächst gut gereinigt. sodann in eine Schaale mit mässig erwärmtem Wasser gebracht.(Die Temperatur desselben kann zwischen 30 und 40° R. betragen: ist das Wasser zu heiss, so tritt wiederum leicht ein Gelbwerden der Bilder ein.) Nun wird das Bild, Bildseite nach oben, in dieselbe Schaale gebracht und untergetaucht. Nachdem das Wasser einige Minuten darauf eingewirkt hat, hat sich die zwischen Papier und Bildschicht befindliche Gummischicht so sehr. erweicht, dass sich das Papier ohne Nachhilfe vollständig vom Bilde, das aus einem dünnen Häutchen besteht, trennt. Hierauf wird das Papier aus dem Wasser entfernt. Nachdem man nun das Bildhäutchen ungefähr in die Lage gebracht hat, die es nachher auf dem Bild- träger einnehmen soll, ergreift man Beides zugleich und hebt es zu- sammen aus dem Wasser. Das Bild lässt sich nun mit der grössten Leichtigkeit durch entsprechendes Ziehen und Schieben in die gewünschte Lage bringen, ohne dass man befürchten müsste, das Bildhäutchen zu verletzeu. Mit einem breiten weichen Pinsel treibt man dann durch vorsichtiges Streichen auf dem Bilde das überflüssige Wasser heraus und setzt dann das so erhaltene Porzellanbild zum Trocknen. Bei gewölbten Gegenständen muss man das Bildhäutchen durch sanftes Reiben mit dem Finger andrücken. Nach dem Trocknen sitzt das Bild so fest, dass es sich selbst in ganz heissem Wasser nicht mehr loslöst. Auch widersteht es der Einwirkung von einigen Säuren, die sonst geeignet sind, ein photographisches Bild in kurzer Zeit zu zerstören, ebenso auch der von rothem Blutlaugensalz. Den unsauberen Rand des Bildes kann man mit einem Messer scharf beschneiden und dann den überflüssigen Rand wegkratzen. Zum Schutz gegen äussere Einflüsse überzieht man es dann noch mit einem hellen Lack. Die ganze Operation nimmt nur kurze Zeit in Anspruch, und bei einiger Uebung und Geschicklichkeit ist Ausschuss unmöglich.

Diese Porzellanbilder sind, trotzdem sie an Dauerhaftigkeit den eingebrannten Photogrammen nachstehen, diesen doch vorzuziehen, da sie die letzteren bedeutend an Brillanz, Feinheit und Schärfe über- treffen. Sie bilden stets einen schönen Zimmerschmuck und üben besonders im Schaukasten eine grosse Anziehungskraft auf das Publicum aus. H. Götz, Dresden.

Ueberexponirte Platten zu verbrauchen. Die Druckfähigkeit total überexponirter Trockenplatten, welche mit Oxalat entwickelt wurden, erreicht man, indem die Platte im Jod-Quecksilber-Cyan-Verstärker gebadet wurde, bis das Bild durch- verstärkt ist, dass man zum ferneren das jetzt sehr dichte Bild mit Natronlösung zurückführt, bis, von der Rückseite betrachtet, nur nech die hohen Lichter stehen und dann nach gutem Spülen in verdünnter Schwefelammoniumlösung badet. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein sehr contrastreiches, sondern auch ein haltbares Bild. O. Kirchhoff, Zweibrücken.

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