Jahrgang 
1889
Seite
46
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46 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 6.

1) Ein Preis von 100 Mk. für Trockenplatten. Verlangt werden: feine Zeichnung, hohe Spitzlichter, höchste Empfindlichkeit, feine Schicht, Sauberkeit, nicht Kräuseln, leichtes Entwickeln, schnelles Fixiren.

2) Ein Preis von 100 Mk. für einen kunstgewerblichen Gegen-

stand zur Decoration eines photogr. Geschäfts. 3) Ein Preis von 100 Mk. für photogr. Mitarbeiter und selbst- ständige Retoucheure und zwar getheilt in a) 50 Mk. für Retouche in Schwarz, b) 50 colorirte Photographien.

Für den Fall, dass die für obige Preisausschreibungen eingesandten Bewerbungen nicht prämiirungswürdig erscheinen, behält sich die Photogr. Gesellschaft vor, über das nicht zu verwendende Geld ander- weitig zu verfügen.

Die Photogr. Gesellschaft behält sich über die Wahl der Jury das Nähere vor. Ed. Schütze.

Die practische Prüfung von photographischen Objectiven ohne

mathematische Formeln mit Hilfe von Zeichnungen erläutert. (Vortrag von L. Belitski, Nordhausen, gehalten auf der 17. Wanderversammlung zu Lübeck.*)

Meine werthen Herren Collegen!

Auf speciellen Wunsch unseres verehrten Vorstandes trete ich in diesem Jahre wieder mit einem Vortrage vor Sie und bitte, mir Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Es war nicht leicht, ein allgemein interessirendes und zugleich Praetisohenſiteliehes Thema zu finden und doch lag das gewählte so nahe!

Weil ich für mich selbst und für viele Collegen sehr oft in der Lage gewesen bin, Objective auf ihre Leistungsfähigkeit zu prüfen und zu vergleichen und ich mich auch mit der dazu nöthigen Theorie befasst habe, so schlug ich dieses Thema vor und es wurde sofort angenommen.

Ich hoffe, hiermit nichts Ueberflüssiges zu thun, denn sehr viele Collegen kennen ihre eigenen Objective nicht genügend und von neu anzuschaffenden verlangen sie oft Leistungen, die unmöglich zu er- füllen sind, so weit auch die Optik noch fortschreiten mag.

Wir wollen deshalb heute gewissermaassen ein wenig practische Theorie treiben, soweit dies eben für unsere Zwecke nothwendig ist. Zu weit in die trockene Theorie hinein dürfen wir uns freilich nicht versteigen, denn wir würden sonst das vorgesteckte Ziel nicht erreichen. Unsere Betrachtung soll nur dazu dienen, die eigenen Objective besser kennen zu lernen und beim Ankauf neuer oder alter eine rationell practische Prüfung vorzunehmen, damit wir nicht zu spät erkennen, dass vielleicht eine falsche Wahl getroffen wurde.

Zuerst wird man sich darüber klar werden müssen, unter welcher Art von Objectiven die Auswahl zu treffen ist; ob das Objectiv nur für Portraits im Atelier oder im Freien, ob es mehr für Einzel-

*) Eine erklärende Figurentafel mit Tabelle zu die Arti. nächsten Nummer beigefügt. Red. iesem Artikel wird der

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